Schwierige Kühlung: Flughafen lässt Passagiere bei 47,2 Grad warten
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Schwierige KühlungFlughafen lässt Passagiere bei 47,2 Grad warten

Schweissausbrüche beim Boarding: Die Temperatur in einer Fluggastbrücke am Zürcher Flughafen erreichte 47 Grad. Einige Airlines führen nun «Hitzeboardings» durch.

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mm
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47,2 Grad Celsius zeigte am Mittwoch das Thermometer in einer Fluggastbrücke. Ein Leser schoss am Flughafen Zürich ein Foto davon.

47,2 Grad Celsius zeigte am Mittwoch das Thermometer in einer Fluggastbrücke. Ein Leser schoss am Flughafen Zürich ein Foto davon.

Leser-Reporter/Leser-Reporter
«Das ist eine Zumutung für jeden Fluggast, der in der Fluggastbrücke auf das Einsteigen warten muss», findet er.

«Das ist eine Zumutung für jeden Fluggast, der in der Fluggastbrücke auf das Einsteigen warten muss», findet er.

Keystone/Gaetan Bally
Es sei leider nicht das erste Mal, dass ihm das aufgefallen sei, so der 20-Minuten-Leser. «Jeden Sommer ist es das gleiche Problem, und der Flughafen Zürich macht nichts dagegen.»

Es sei leider nicht das erste Mal, dass ihm das aufgefallen sei, so der 20-Minuten-Leser. «Jeden Sommer ist es das gleiche Problem, und der Flughafen Zürich macht nichts dagegen.»

Keystone/Gaetan Bally

47,2 Grad Celsius zeigte am Mittwoch das Thermometer in einer Fluggastbrücke. Ein Leser schoss am Flughafen Zürich ein Foto davon: «Das ist eine Zumutung für jeden Fluggast, der in der Fluggastbrücke auf das Einsteigen warten muss.» Es sei leider nicht das erste Mal, dass ihm das aufgefallen sei, so der 20-Minuten-Leser. «Jeden Sommer ist es das gleiche Problem, und der Flughafen Zürich macht nichts dagegen.»

Auf Anfrage von 20 Minuten reagiert der Flughafen Zürich mit Verständnis: «Wir können den Unmut sehr gut nachvollziehen. Es ist unangenehm, wenn man längere Zeit in einer heissen Fluggastbrücke warten muss», so Sprecher Philipp Bircher. Leider habe der Flughafen in diesem Fall technisch kaum Möglichkeiten, da es sich bei den Brücken um kein abgeschlossenes Gebäude handle.

Klimaanlage wäre unverhältnismässig

Fluggastbrücken seien als Durchgang konzipiert, weshalb eine Kühlung schwierig sei, so Bircher. «Die Brücken sind zwar teilweise belüftet. Würde man die Anlagen jedoch kühlen, würde sehr viel Energie verschwendet.» Das sei gerade unter Umweltaspekten heikel. Es wäre zudem unverhältnismässig, eigens für die wenigen sehr heissen Tage eine Klimaanlage einzubauen.

Bircher weist ebenfalls darauf hin, dass Fluggastbrücken nicht für eine längere Verweildauer gedacht seien. In der Regel würden die Airlines und Bodenabfertigungsunternehmen den Boardingprozess entsprechend effizient organisieren.

Spezielles «Hitzeboarding»

«Einige Airlines führen in Anbetracht der derzeitigen Temperaturen zudem ein spezielles ‹Hitzeboarding› durch», so Bircher. Ziel dabei sei, dass Passagiere nur tröpfchenweise vom kühlen Terminalgebäude in die Fluggastbrücke gelassen werden und so ohne langem Verweilen möglichst schnell ins Flugzeug einsteigen könnten.

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