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Flughafen Zürich: Es gibt wieder Kaffee und Gipfeli

Erleichterung für US-Reisende am Flughafen Zürich: Ab Samstag können auch sie sich wieder an der Bar oder im Restaurant mit Getränken erfrischen. Ein entsprechendes Verbot im Dock E wurde aufgehoben.

Dafür werden die Passagiere am Gate stichprobenweise noch einmal von Hand abgetastet, wie Unique-Sprecherin Sonja Zöchling auf Anfrage sagte. Die USA hatten nach den angeblich vereitelten Anschlägen in Grossbritannien entweder die Schliessung der Restaurants oder eine zweite Kontrolle der US-Reisenden verlangt.

Die Verantwortlichen des Flughafens und der Fluggesellschaften hätten sich nun auf die zweite Variante geeinigt. Die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen für US-Reisende - wie zum Beispiel das Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck - werden nach Angaben von Unique und dem Genfer Flughafen Cointrin weiterhin auf «unbestimmte Zeit» aufrecht erhalten.

Flughafentaxen bleiben gleich

Vorläufig noch keine Auswirkung haben die Bestimmungen auf die Höhe der Flughafentaxen. Doch «wenn die Massnahmen andauern, werden wir mit den zuständigen Behörden in der Schweiz und den USA über eine Teilung der Kosten verhandeln», sagte Jean-Luc Portier, Verantwortlicher für die Absteilung Passagiere vom Flughafen Genf Cointrin.

Die Flughafen- oder Passagiergebühren betragen in Genf weiterhin 19 Franken pro Ticket. Dies obwohl die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen gemäss Portier zu Überstunden des Personals und in gewissen Fällen sogar der Annulierung von Ferientagen geführt haben.

Taxen ab 2007 sowieso erhöht

Auch in Zürich führten die Bestimmungen auf Flügen in die USA zu einer zusätzlichen Belastung des Personals. Der Bestand musste aber nicht zusätzlich aufgestockt werden, wie Zöchling sagte.

Der Entscheid, die Sicherheitsgebühren Anfang 2007 von 10 auf 11 Fr. zu erhöhen, sei schon vor den Ereignissen in Grossbritannien gefällt worden. Damit steigen die Flughafentaxen in Zürich von 36 auf 37 Franken an.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) äusserte sich nicht zu diesem Thema. «Die Frage der Sicherheitskosten betrifft die Flughäfen und die Fluggesellschaften», sagte BAZL-Sprecher Anton Kohler. (sda)

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