Aktualisiert 15.02.2006 17:16

Flughafen Zürich: Mindestflughöhe angehoben

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat nach der Verlegung von Warteräumen für Verkehrsflugzeuge im letzten Jahr die Luftraumstruktur des Flughafens Zürich noch einmal überprüft. Dabei wurde die Mindestflughöhe wieder angehoben.

Nach der Verschiebung von Warteräumen für in Zürich landende Flugzeuge von Deutschland in die Schweiz musste letztes Jahr der gesamte Luftraum neu geregelt werden. Dieser Umbau, der auch eine Senkung der Mindestflughöhe mit sich brachte, trat im April 2005 in Kraft.

In der Folge hat das BAZL die Luftraumstruktur noch einmal überarbeitet, diese Anpassungen treten am 16. März in Kraft, wie dieses am Mittwoch mitteilte. Grund für die Revision war die mit der Senkung der Mindestflughöhe zusammenhängende Einschränkung der Bewegungsfreiheit für Kleinflugzeuge.

Ferner hatten vor allem die vom Umbau mitbetroffenen Kantone Thurgau und St. Gallen die Tieferlegung des Luftraumes kritisiert und dagegen Beschwerde erhoben. Mit der jetzt erfolgte Anpassung seien auch Wünsche der Bevölkerung und der beiden Kantone berücksichtigt worden, teilte das BAZL mit.

Absenkung von 300 statt 600 Metern

Die Untergrenze des Luftraumes wurde für alle Regionen im weiteren Umfeld des Flughafens wieder auf 5500 Fuss (1650 Meter) angehoben. Das gelte auch für den Osten des Flughafens. Dort war ursprünglich eine Senkung des Luftraumes um 600 Meter festgelegt worden.

Thurgau und St. Gallen forderten ein Festhalten an der bisherigen Grenze. Die jetzt beschlossene Absenkung um 300 Meter im Osten hängt auch mit der Etablierung eines Blinlandesystems (ILS) auf der Westpiste (Piste 28) zusammen.

Die Absenkung des Luftraumes wird laut BAZL frühestens im Herbst realisiert, wenn das neue ILS in Betrieb geht. Dagegen sind noch Beschwerden hängig. Der Entscheid kann bei der Eidgenössischen Rekurskommission für Infrastruktur um Umwelt angefochten werden. (sda)

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