Fluglärm: Fast ausschliesslich Zürich betroffen
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Fluglärm: Fast ausschliesslich Zürich betroffen

Von den 81 000 Anwohnern des Flughafens Zürich, die in einem Haus leben, wo Lärmgrenzwerte überschritten würden, wohnen rund 400 in den Kantonen Aargau und Schaffhausen.

Die Flughafenbetreiberin Unique wehrt sich gegen die Vorwürfe, das vorläufige Betriebsreglement belaste sehr viele Menschen mit Fluglärm. Im Verhältnis zu den Lasten, profitierten die Nachbarkantone überdurchschnittlich vom Flughafen, betont sie.

«Immer wieder hört man von Beschwerden gegen die zu grosse Lärmbelastung durch das vorläufige Betriebsreglement», sagte Jörn Wagenbach, Sprecher der Flughafenbetreiberin gegenüber der sda. Die neusten Zahlen würden nun aber zeigen, dass der Nutzen grösser als die Belastung sei.

Zurzeit sind gemäss Unique 24 439 Personen aus 21 Kantonen und zwei Nachbarländern am Flughafen Zürich regelmässig oder teilweise tätig. Die Gesamtwertschöpfung, die über die Zürcher Kantons- und Landesgrenze hinaus durch den Betrieb des Flughafens entstehe, belaufe sich auf rund 12 Milliarden Franken pro Jahr.

In allen anderen Nachbarkantonen des Kantons Zürich und in den Nachbarländern der Schweiz war und sei auch mit den seit 14. April eingeführten neuen Flugrouten gemäss Lärmschutzverordnung niemand an einem Ort wohnhaft, an dem Lärmgrenzwerte überschritten würden.

Unique betont, dass entgegen eigenen Angaben der Nachbarkantone, diese überdurchschnittlich vom Wirtschaftsmotor Flughafen profitierten. Auch Deutschland profitiere vom Flughafen Zürich, obwohl keine Menschen innerhalb der Lärmgrenzwerte betroffen seien.

(sda)

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