Fluglärmgegner laden zur «Grounding»-Vorpremiere

Aktualisiert

Fluglärmgegner laden zur «Grounding»-Vorpremiere

Die Fluglärmgegner präsentieren eine «exklusive» Vorpremiere des Kinofilms «Grounding – die letzten Tage der Swissair». Der Pilotenverband reagiert verdutzt.

«Eine Demonstration wird das nicht», beruhigt Stefan Wey, Präsident des Fördervereins für eine realistische Flughafenpolitik. Trillerpfeifen, Ballone und Käppis sollen zu Hause bleiben: Es gehe darum, den Mitgliedern der Fluglärmorganisationen eine kritische Nachbetrachtung des Swissair-Groundings zu ermöglichen.

Von Schadenfreude könne keine Rede sein, betont Wey: «Dieses Wirtschaftsdebakel hat bei allen grosse Betroffenheit ausgelöst.» Die Spezial-Vorpremiere am 16. Januar im Kino Corso 2 soll trotzdem auch zu PR-Zwecken genutzt werden. «Wir wollen auf unsere Volksinitiative aufmerksam machen», so Wey. Diese fordert eine Begrenzung auf jährlich 250 000 Flugbewegungen am Flughafen Zürich.

«Ich hätte von einigen Gruppen erwartet, dass sie einen Anlass zu diesem Film planen – von den Fluglärmgegnern erstaunt mich das aber», sagt Christian Frauenfelder, Vizepräsident der Pilotenvereinigung Aeropers, gegenüber 20 Minuten.

Auch die Aeropers hat zusammen mit dem Kabinenpersonal (Kapers) eine «exklusive» Grounding-Vorpremiere organisiert – im Kino Claudia in Kloten.

Sandra Hänni

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