Fluglärmstreit vor deutschem Gericht
Aktualisiert

Fluglärmstreit vor deutschem Gericht

Gleich drei Schweizer Klagen gingen gegen die deutsche Beschränkung für Anflüge auf Zürich-Kloten ein. Nun befasst sich der Verwaltungsgerichtshof von Baden- Württemberg damit.

Mehrere Kläger aus der Schweiz wehren sich gegen die deutschen Beschränkungen für Anflüge nach Zürich-Kloten über deutschem Gebiet, weil damit für sie in den deutschen Sperrzeiten mehr Fluglärm verbunden sei. Ein Urteil des Gerichts in Mannheim wird an diesem ersten Tag nicht erwartet.

In früheren Verfahren war es bereits um die Zulässigkeit der 2003 von Deutschland erlassenen Auflagen gegangen. Diese Frage beschäftigt inzwischen den Europäischen Gerichtshof.

In dem am Donnerstag aufgenommenen Verfahren beanstandet die Stadt Kloten, dass die erhöhten Lärm-Immissionen auf Grund der Umleitungen in den deutschen Sperrzeiten nicht vor Erlass der Verordnung ermittelt und berücksichtigt worden sind.

Die Schweizer Gemeinden Zollikon und Zumikon, die Stadt Zürich und drei Privatpersonen sehen Eigentumsrechte verletzt. Auch ein in Kloten lebender deutscher Staatsbürger sieht sein Grundrecht auf Eigentum und körperliche Unversehrheit nicht mehr gewahrt.

(sda)

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