Verspätungen am Flughafen: Fluglotsen melden sich nach Urteil krank
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Verspätungen am FlughafenFluglotsen melden sich nach Urteil krank

Das Urteil gegen einen Lotsen hat Auswirkungen auf den Flugverkehr in Zürich. An- und Abflüge verspäten sich um bis zu 30 Minuten.

von
Red
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«Ein gutes Dutzend» Lotsen hat sich am Freitag krank oder arbeitsunfähig gemeldet, sagt Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa.

«Ein gutes Dutzend» Lotsen hat sich am Freitag krank oder arbeitsunfähig gemeldet, sagt Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa.

Keystone/Steffen Schmidt
An- und Abflüge verspäten sich um bis zu 30 Minuten.

An- und Abflüge verspäten sich um bis zu 30 Minuten.

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Der Grund: «Viele Lotsen sind aufgrund des Gerichtsentscheids aufgewühlt.»

Der Grund: «Viele Lotsen sind aufgrund des Gerichtsentscheids aufgewühlt.»

Keystone/Gaetan Bally

Der Entscheid des Bundesgerichts am Donnerstag, das einen Zürcher Lotsen wegen Störung des öffentlichen Verkehrs verurteilt hat, trifft die Angestellten der Flugsicherung ins Mark. «Ein gutes Dutzend» Lotsen hat sich am Freitag krank oder arbeitsunfähig gemeldet, wie Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa gegenüber dem «Tages-Anzeiger» bestätigt. «Viele Lotsen sind aufgrund des Gerichtsentscheids aufgewühlt.»

Normalerweise arbeiten 50 bis 70 Lotsen, um den 24-Stunden-Betrieb aufrecht zu erhalten. Zudem halten sich jeweils fünf bis zehn Personen bereit, um bei Bedarf einzuspringen. Aber für den heutigen Tag reicht dies gemäss Barrosa nicht.

Auch weniger Überflüge über die Schweiz

Wegen des Personalmangels hat Skyguide die Kapazität verringert: in der Luft um 25 Prozent, im An- und Abflugverfahren in Kloten um 10 Prozent. Das bedeutet weniger Überflüge über die Schweiz und Verspätungen am Flughafen Zürich.

Derzeit beträgt die durchschnittliche Verspätung für Starts und Landungen 15 bis 30 Minuten, sagt Flughafensprecherin Jasmin Bodmer. Die Verspätungen seien aber nicht nur die Folge der Skyguide-Massnahmen. Die Flugrouten sind zu Beginn der Ferienzeit in ganz Europa überlastet.

Laut Skyguide wird das derzeitige Regime den ganzen Tag beibehalten und auch am Wochenende. «Es geht darum, Druck aus dem System zu nehmen und um Sicherheit.» Das Regime kann sich aber noch ändern. Am Nachmittag findet die nächste Lage-Analyse statt. Auch in Genf wurde die Kapazität reduziert. Zahlen werden da keine kommuniziert.

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