Zürich–Genf : Flugpassagier der Swiss positiv auf Virus getestet
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Zürich–Genf Flugpassagier der Swiss positiv auf Virus getestet

Das Coronavirus hat die Flugkabine der Swiss erreicht. Ein Passagier wurde nach einem Flug von Zürich nach Genf positiv getestet.

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fss
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Die Swiss hatte am 1. März einen Coronavirus-Patienten an Bord.

Die Swiss hatte am 1. März einen Coronavirus-Patienten an Bord.

Keystone/Christian Merz
Wie die Swiss auf Anfrage bestätigt, hat das BAG die Airline über den Fall informiert und die Passagierliste verlangt.

Wie die Swiss auf Anfrage bestätigt, hat das BAG die Airline über den Fall informiert und die Passagierliste verlangt.

Keystone/Georgios Kefalas
Der Flug ging von Zürich nach Genf.

Der Flug ging von Zürich nach Genf.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Ein Passagier eines Fluges am 1. März von Zürich nach Genf wurde im Nachgang positiv auf das Coronavirus getestet. Wie die Swiss auf Anfrage bestätigt, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Airline über den Krankheitsfall informiert. Mediensprecherin Karin Müller sagt: «Das BAG hat eine Passagierliste verlangt. Diese wurde ausgehändigt.»

Laut Müller befanden sich an Bord des Fluges 152 Fluggäste und 6 Crewmitglieder. Die Flugzeugbesatzung wurde von der Swiss selbst über den Fall im Flieger informiert. Die Crew wurde angewiesen, beim Auftreten eines Krankheitssymptoms zu Hause zu bleiben und Kontakt mit der Hotline des BAG oder dem Ärztetelefon aufzunehmen, weitere Massnahmen gäbe es nicht.

Der Fall wurde auch den Mitarbeitern kommuniziert. «Krass, dass der Flug vor drei Tagen war und wir erst jetzt informiert werden», sagt eine Swiss-Mitarbeiterin.

Swiss streicht Flüge wegen Virus

Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht laut der BAG-Website in erster Linie für Passagiere, die in derselben Reihe wie der bestätigte Fall oder in den zwei Reihen vor oder hinter diesem gesessen hatten – unabhängig von der Flugzeit. Das BAG konnte noch keine Stellung dazu nehmen.

Im Zuge des Coronavirus hat die Swiss ihren Flugplan ab dem 8. März angepasst. Die Streckenanpassungen betreffen ab Zürich und Genf das gesamte Kurz- und Mittelstreckennetz sowie auf der Langstrecke die Ziele Tokio, Osaka und Singapur, teilte die Swiss am Mittwoch mit.

Insgesamt seien damit die Kapazitäten wegen des Coronavirus auf der Kurzstrecke um rund 20 Prozent gegenüber der Planung reduziert. Auf der Langstrecke sind es laut der Mitteilung rund 10 Prozent. Man nutze nun die reduzierte Flugkapazität für den Ferienabbau und unbezahlte Urlaubsgesuche. «Es ist allerdings keine Pflicht, sondern wird nur angeboten», so Müller auf Anfrage. Man prüfe jedoch weitere Möglichkeiten.

Das neue Coronavirus

Sars-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2). Diese Bezeichnung wurde vom International Committee on Taxonomy of Viruses am 11. Februar 2020 beschlossen. Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO das Virus als 2019-nCoV bezeichnet.

Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) heisst.

Damit verhält es sich bei der neuen Krankheit ähnlich wie bei HIV und Aids. Auch dort hat das Virus (HIV) einen anderen Namen als die Krankheit (Aids).

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