Neuer Ärger bei Air Berlin: Flugpassagiere meutern wegen Loch im Flügel
Aktualisiert

Neuer Ärger bei Air BerlinFlugpassagiere meutern wegen Loch im Flügel

Air Berlin musste wegen eines Schadens ein Flugzeug austauschen. Die krisengeplagte Airline und Passagiere schildern den Vorfall unterschiedlich.

Rund 70 Passagiere waren von einem Zwischenfall betroffen: Ein Airbus A330 der Fluggesellschaft Air Berlin steht in Düsseldorf am Flughafen. (Symbolbild)

Rund 70 Passagiere waren von einem Zwischenfall betroffen: Ein Airbus A330 der Fluggesellschaft Air Berlin steht in Düsseldorf am Flughafen. (Symbolbild)

Keystone

Einigen Passagieren ist ein Loch an der Unterseite einer Tragfläche aufgefallen, als sie in Düsseldorf ins Flugzeug stiegen. Mehrere beschwerten sich. Von einer richtiggehenden Meuterei an Bord ist die Rede, wie der «Express» schreibt.

Laut Darstellung mehrerer Passagiere ist der Pilot erst dann ausgestiegen, um den Schaden zu inspizieren. Ein Vielflieger sagt zu der Zeitung aus Köln: «Fluggäste, unter anderem ich, haben das Loch entdeckt, als wir in das Flugzeug einsteigen sollten. Ich war davon ausgegangen, dass jedes Flugzeug vor dem Start geprüft wird. Hier aber haben die Passagiere die Crew auf das Loch aufmerksam gemacht. Und diese hat uns erst noch gesagt, es sei alles in Ordnung, wir sollten Vertrauen haben.»

Die rund 70 Passagiere mussten nach dem Vorfall zurück ins Flughafengebäude. Das Flugzeug vom Typ ATR-72-500 der italienischen Gesellschaft Mistral Air, die den Flug für Air Berlin ausführen sollte, wurde gegen eine Ersatzmaschine ausgetauscht. Statt um 17.35 startete der Flug mit Ziel Stuttgart laut dem «Express» am letzten Sonntag erst um 20.18 Uhr.

Air Berlin widerspricht

Die Airline sieht das Ganze etwas weniger dramatisch: Der Captain habe von sich aus entschieden, die Maschine auswechseln zu lassen, als er das Loch bei der routinemässigen Kontrolle entdeckt habe. Beim Einsteigen sei es zu Missverständnissen gekommen, da der Rest der Crew die Entscheidung des Piloten noch nicht gekannt habe.

Air Berlin erklärte «RP-Online» weiter, die Kontrolle habe aus Zeitgründen parallel zum Boarding stattgefunden. Richtig sei, dass der Captain den Kontrollgang kurz unterbrochen habe, um Vorbereitungen im Cockpit zu treffen.

Dem steht die Aussage eines italienischen Gastes entgegen, der auf Facebook behauptet, der Pilot habe zum Abflug im Cockpit bereit gesessen, als die Passagiere gemeutert hätten.

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