Schweizer Armee: Flugplatz Emmen macht sich fit für 24/7-Luftwaffeneinsätze
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Schweizer ArmeeFlugplatz Emmen macht sich fit für 24/7-Luftwaffeneinsätze

Früher war die Luftwaffe der Schweizer Armee nur zu Bürozeiten einsatzbereit. Jetzt ändert sich das. In Emmen LU werden derzeit die Abläufe getestet.

von
Martin Messmer
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Seit 1. Januar 2021 ist die Schweizer Luftwaffe 24/7 für Einsätze im Luftraum einsatzbereit. Haupteinsatzbasis dafür ist der Militärflugplatz Payerne. Aber auch der Militärflugplatz Emmen LU macht sich jetzt fit für die Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft mit F/A-18-Kampfjets.

Seit 1. Januar 2021 ist die Schweizer Luftwaffe 24/7 für Einsätze im Luftraum einsatzbereit. Haupteinsatzbasis dafür ist der Militärflugplatz Payerne. Aber auch der Militärflugplatz Emmen LU macht sich jetzt fit für die Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft mit F/A-18-Kampfjets.

Schweizer Armee
Zwei F/A-18 in Emmen. 

Zwei F/A-18 in Emmen.

Emmen.ch
Basis in Emmen ist das neue «Zentrum Luftfahrtsysteme Emmen» (ZLE). 

Basis in Emmen ist das neue «Zentrum Luftfahrtsysteme Emmen» (ZLE).

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Darum gehts

  • Die Luftwaffe ist seit 1. Januar 2021 in der Lage, jederzeit Einsätze zu fliegen.

  • Innert einer Viertelstunde kann ein F/A-18-Kampfjet jetzt in der Luft sein.

  • Haupteinsatzbasis dafür ist der Militärflugplatz Payerne.

  • Ab Sommer ist auch der Militärflugplatz Emmen bereit für die durchgehende Bereitschaft der Luftpolizei mit Kampfflugzeugen.

  • Aktuell werden die Abläufe in Emmen getestet.

Seit 1. Januar 2021 ist die Schweizer Luftwaffe rund um die Uhr und jeden Tag für Einsätze im Luftraum mit zwei bewaffneten Kampf-Flugzeugen einsatzbereit. Haupteinsatzbasis dafür ist der Militärflugplatz Payerne. Aber auch der Militärflugplatz Emmen LU macht sich jetzt fit für die Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft: Die Schweizer Luftwaffe führt am Montag, 15. und am Dienstag 16. März 2021 einen sogenannten 24-Stunden-Test ab dem Militärflugplatz Emmen durch. Ziel sei die «Erprobung der Abläufe ab der neuen Halle 7 (ZLE)», heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde Emmen. Oberstleutnant Roland Studer, Chef des Operationscenters, präzisierte auf Anfrage von 20 Minuten: «Zwei F/A-18-Kampfjets werden in Alarmbereitschaft in Emmen stationiert. Das heisst, dass sie in der Lage sein müssen, innert einer Viertelstunde von ihrer Box auf dem Militärflugplatz Emmen in der Luft zu sein.» Hierzu würden nun sämtliche Abläufe getestet, von den Funkverbindungen bis hin zu den Schlafplätzen der Crew auf dem Flugplatz Emmen.

Als Infrastruktur steht in Emmen der fast 60 Millionen Franken teure Neubau «Zentrum Luftfahrtsysteme Emmen» (ZLE) zur Verfügung, der im Dezember 2020 eingeweiht wurde. Armasuisse teilt sich den Komplex mit der Luftwaffe in den Bereichen des neuen Aufklärungsdrohnen-Systems (ADS 15) und des Luftpolizeidienstes 24.

Auch Hot Missions sind ab Emmen möglich

Von 18. Juni bis 19. Juli 2021 wird der Militärflugplatz Emmen zum neunten Mal zum Jet-Hauptflugplatz der Schweizer Luftwaffe für sämtliche Flüge mit dem Kampfjet F/A-18, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde Emmen weiter. Auch die Einsätze zu Gunsten des 24/7-Luftpolizeidienstes werden in dieser Zeit ab Emmen erfolgen. «Im Falle eines Vorkommnisses im Schweizer Luftraum kann es im Rahmen des Luftpolizeidienstes auch zu Hot Missions ausserhalb den normalen Flugbetriebszeiten kommen. Die Souveränität im Schweizer Luftraum wird damit jederzeit gewährleistet», schreibt das Flugplatzkommando Emmen weiter.

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