Aktualisiert 04.08.2004 13:34

Flugradaranlagen erfüllen Strahlenschutz

Die Radaranlagen für den Flugverkehr im Grossraum Zürich erfüllen laut Baudirektion die Strahlenschutzbestimmungen vollumfänglich.

Auch strengere Grenzwerte für Orte mit empfindlicher Nutzung wie etwa Schulen seien klar eingehalten, teilten die Behörden zu anders lautenden Wertungen des Magazins «Pulstipp» mit.

Laut Baudirektion wurden die Anlagen Lägern der Flugsicherung Skyguide, Holberg I/II für den Zürcher Flughafen sowie jene des Militärflugplatzes Dübendorf auf elektromagnetische Strahlungen geprüft. Die Messungen wurden von einer akkreditierten Messfirma durchgeführt und danach vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) der Baudirektion beurteilt. Dabei zeigte sich laut einer Mitteilung vom Mittwoch, dass die massgebenden Immissionsgrenzwerte der Anlagen auch an Orten eingehalten werden, an denen sich Menschen längere Zeit aufhalten. Dazu gehören beispielsweise Wohnungen, Schulen, Spitäler oder Arbeitsplätze und Kinderspielplätze. Selbst an diesen so genannten «Orten mit empfindlicher Nutzung» und einem entsprechend strengeren Anlagegrenzwert sei bei den Radaranlagen der Grenzwert zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NIS) streng eingehalten worden.

Wie Herbert Limacher von der Abteilung AWEL auf Anfrage sagte, reagiert der Kanton mit den Nachmessungen auf Aussagen des Gesundheitsmagazins «Pulstipp» vom vergangenen Winter über angeblich schädliche Strahlungen der genannten Radaranlagen. Limacher erinnerte, dass der Kanton bereits bei Inkraftsetzung der NIS-Grenzwerte vor vier Jahren die Radaranlagen entsprechend überprüft und für unbedenklich befunden habe. Dass diese Resultate damals nicht publiziert worden seien, habe sich im Nachhinein als Fehler erwiesen. «Pulstipp» habe in der Folge selber Messungen in Angriff genommen und sei zu einer falschen Beurteilung gekommen. (dapd)

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