Lautstarker Abschied: Flugshow für die F/A-18-Opfer

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Lautstarker AbschiedFlugshow für die F/A-18-Opfer

Vier Kampfjets donnern über den Militärflugplatz Meiringen. Ein lautstarker Abschiedsgruss für den abgestürzten Piloten Stefan J.(38).

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Die vier Kampfjets in der Formation «Missing Man» - genau, als die Jets kurz aus dem Bild verschwinden, schert einer der vier aus. Der Platz in der Formation bleibt daraufhin frei.

Nur die Familie, Kameraden der Fliegerstaffel und Luftwaffen-Chef Aldo Schellenberg waren bei der Trauerfeier für den abgestürzten Kampfjet-Piloten Stefan J.* (38). Zu Beginn der Gedenkfeier fliegen vier F/A-18 in der Formation «Missing Man» über den Militärflugplatz Meiringen. Dabei bricht einer der Piloten aus der Formation aus, worauf dieser Platz frei bleibt.

J. stürzte am vergangenen Mittwoch bei einem Trainingsflug in Aplnachstad mit seiner F/A-18 ab. Der Flieger zerschellte am Lopper. Mit ihm an Bord ein deutscher Luftwaffen-Arzt (58). Dieser wurde am Donnerstagmorgen in seiner deutschen Heimat Villingen beerdigt.

Hier ist die F/A 18 abgestürzt

Trauer-E-Mails und Einträge im Gästebuch

Das Unglück löste in der Bevölkerung grosse Anteilnahme aus. Bei der Luftwaffe seien bisher dutzende Kondolenzschreiben vor allem per E-Mail eingegangen, sagte Luftwaffen-Sprecher Jürg Nussbaum. «Darunter sind viele Schreiben von Menschen, welche die Absturzopfer nicht persönlich gekannt haben», sagte Nussbaum. Die Briefe würden den Angehörigen weitergeleitet.

Auch auf der Webseite der Fliegerstaffel 11 äusserten Personen aus dem In- und Ausland in bislang über 75 Einträgen ihre Betroffenheit über das Unglück und sprechen den Angehörigen ihr Beileid aus. «Ich wünsche euch viel Kraft und tröstende Worte. Mögen die beiden ihren letzten grossen Flug in Frieden antreten», heisst es etwa.

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