Aktualisiert 28.07.2004 15:39

Flugverkehrskrise scheint überwunden

Die internationale Luftfahrt ist auf dem besten Weg, ihrer jahrelangen Krise davonzufliegen. Die Zahl der Flugpassagiere im ersten Halbjahr 2004 stieg weltweit um 20,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Dies teilteder Weltflugverbrand IATA am Mittwoch in Genf mit. Der Frachtverkehr legte um 13 Prozent zu. Im vergangenen Jahr hatten der Golf-Krieg, die Konjunkturflaute und die Lungenseuche Sars zu einem empfindlichen Rückgang der Fluggastzahlen geführt.

«Die Verkehrsbilanz der Flugindustrie in den letzten Monaten ist beeindruckend», sagte IATA-Chef Giovanni Bisignani. Setze der Trend sich fort, könne es bis zum Jahresende ein zweistelliges Wachstum geben. Im März lag die IATA-Prognose noch bei 7,5 Prozent. Dem Verband gehören 270 Fluggesellschaften an, die 95 Prozent des weltweiten Flugverkehrs abwickeln.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete laut IATA der Flugverkehr im Nahen Osten (44 Prozent), in Asien (35 Prozent) und Nordamerika (20 Prozent); Europa hinkt mit einem Plus von knapp 13 Prozent diesen Werten etwas hinterher.

Verglichen mit den Zahlen des Jahres 2000, dem letzten «normalen Jahr» für die Branche, verliert die jüngste Bilanz zwar etwas an Glanz. Doch immerhin wuchs der Passagierverkehr im ersten Halbjahr 2004 verglichen mit dem gleichen Zeitraum 2000 noch um 8,4 Prozent, der Frachtverkehr legte um 16,2 Prozent zu. Die Anschläge vom 11. September 2001, Sorgen um die Sicherheit bei Flugreisen, die brisante Lage im Nahen Osten und die abkühlende Weltkonjunktur hatten der Luftfahrtindustrie von 2001 an hart zugesetzt. (dapd)

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