Victory-Zeichen: Flugzeug-Entführer gibt sich siegessicher
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Victory-ZeichenFlugzeug-Entführer gibt sich siegessicher

Seif-al-Din Mustafa hat die Egypt-Air-Maschine entführt. Nun musste er vor Gericht erscheinen – und machte das Victory-Zeichen.

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sda/hal

Am Mittwoch wurde Seif-al-Din Mustafa zum Gericht in Larnaca gefahren. Die Richter beantragten Untersuchungshaft für den Entführer eines ägyptischen Passagierflugzeugs.

In Handschellen begleiteten die Polizisten ihn wieder aus dem Gericht, setzen ihn in ein Auto und brachten ihn zurück ins Gefängnis. Mindestens acht Tage wird er in einem ersten Schritt in U-Haft verbringen.

Der Staatsanwalt Andreas Lambrianou teilte mit, gegen den 59-Jährigen würden Vorwürfe wegen Entführung, illegalen Besitzes von Sprengstoff, Flugzeugentführung und Androhung von Gewalt erhoben.

Seif-al-Din Mustafa hatte am Dienstag eine Egypt-Air-Maschine auf dem Inlandsflug von Alexandria nach Kairo nach Zypern entführt. Er trug einen Sprengstoffgürtel, der sich als Attrappe herausstellte. Das Drama endete mit seiner Verhaftung, nachdem er alle 72 Passagiere und Besatzungsmitglieder freigelassen hatte.

«Was soll ein Mann machen?»

Als Seif-al-Din Mustafa an den Journalisten vorbeifuhr, machte er das Victory-Zeichen. Er hatte gefordert, Asyl in Zypern zu bekommen und seine Frau zu sehen. Den Polizisten sagte er nach seiner Verhaftung: «Was soll ein Mann machen, der seine Frau und Kinder 24 Jahre lang nicht gesehen hat und dem die ägyptische Regierung das nicht erlaubt?»

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