Ukrainische Maschine: Frachtflugzeug mit Munition an Bord stürzt im Nordosten Griechenlands ab

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Ukrainische MaschineFrachtflugzeug mit Munition an Bord stürzt im Nordosten Griechenlands ab

In der Nähe der nordostgriechischen Stadt Kavala ist am Samstagabend ein Flugzeug abgestürzt. Es transportierte 11,5 Tonnen Munition. Alle acht Insassen verloren ihr Leben. 

Wie Flightradar auf Twitter schreibt, ist das Frachtflugzeug auf dem Weg nach Kavala abgestürzt. 

Wie Flightradar auf Twitter schreibt, ist das Frachtflugzeug auf dem Weg nach Kavala abgestürzt. 

Screenshot Twitter/Flightradar24

Darum gehts

  • In der Nacht auf Sonntag ist in Griechenland ein Flugzeug abgestürzt. 

  • Alle 8 Insassen starben. 

  • Griechische Medien verbreiteten zudem Handy-Aufnahmen von Privatleuten, die zeigen, dass das Flugzeug bereits vor dem Absturz brannte.

In der Nähe der nordostgriechischen Stadt Kavala ist am Samstagabend ein Flugzeug abgestürzt. Das bestätigte die griechische Feuerwehr per Twitter. Es handelte sich bei der Maschine um ein Antonow 12-Frachtflugzeug, das vom serbischen Nis auf dem Weg in die jordanische Hauptstadt Amman war, wie der Internetdienst Flightradar24 auf Twitter mitteilte.

Der Flugtracker dokumentierte auch die Route des Flugzeugs. Diese zeigt, dass die Antonow über der nördlichen Ägäis umdrehte und Richtung Kavala flog. Am dortigen Flughafen soll die Crew eine Notlandung beantragt haben, meldete das griechische Staatsfernsehen.

Militär untersucht Absturz-Stelle

Eine Sondereinheit der griechischen Armee hat am Sonntagmorgen damit begonnen, die Trümmer des Frachtflugzeugs zu untersuchen, das am späten Samstagabend in der Nähe der nordostgriechischen Stadt Kavala abgestürzt ist. An Bord sollen sich 11,5 Tonnen Munition für Mörsergranaten befunden haben, wie der serbische Verteidigungsminister Nebojsa Stefanovic am Morgen bei einer Pressekonferenz in Belgrad bekannt gab.

Munition nicht für Ukraine-Krieg bestimmt

Die Antonow An-12 war von der serbischen Stadt Nis aus gestartet, Ziel der Fracht war laut Stefanovic Dhaka, die Hauptstadt von Bangladesch, Abnehmer das dortige Verteidigungsministerium. Das Flugzeug habe alle erforderlichen Genehmigungen für den Transport gehabt, die Munition werde von einem serbischen Unternehmen produziert. Behauptungen in Medien, dass die Antonow Waffen von Serbien in die Ukraine transportieren sollte, wies der Minister zurück. Das Flugzeug gehöre lediglich einer ukrainischen Fluggesellschaft.

Gesamte Crew tot

Bei dem Unfall waren alle acht Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das Flugzeug war auf dem Weg zu einem ersten Tank-Stopp in Jordanien, als der Pilot über der nördlichen Ägäis Probleme mit dem Triebwerk meldete und eine Notlandung in Kavala beantragte. Dorthin aber schaffte es die Maschine nicht mehr – sie stürzte auf ein Feld nahe der Dörfer Paleochori und Antifilippi.

Nach dem Unfall waren beissende Dämpfe festgestellt worden, auch gab es rund um das Wrack noch Stunden später Explosionen. Die Feuerwehr zog sich deshalb umgehend zurück und sperrte das Gebiet ab. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen und die Fenster geschlossen zu halten.

Flugzeug brannte schon vor dem Absturz 

Zuvor soll die Maschine Probleme mit einem Triebwerk gehabt haben. Der Pilot soll von einem Triebwerksausfall gesprochen und eine Notlandung auf dem Flughafen von Kavala beantragt haben, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA in der Nacht zum Sonntag unter Berufung auf Kreise der Zivilluftfahrtbehörde. Live-Aufnahmen des Staatssenders ERT zeigten einen grossen Brand an der Absturzstelle. Die Feuerwehr war zunächst mit sieben Löschzügen vor Ort. Griechische Medien verbreiteten zudem Handy-Aufnahmen von Privatleuten, die zeigen, dass das Flugzeug bereits vor dem Absturz brannte.

Augenzeugen berichteten gegenüber Journalisten, das Flugzeug sei sehr nah an den Dörfern Paleochori und Antifilippi vorbeigerast, dann aber in unbewohntes Gebiet gestürzt. 

(DPA/sys)

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