Aktualisiert 17.09.2007 16:16

Flugzeugabsturz: Zwei Überlebende

Das im Tessin vermisste Kleinflugzeug ist oberhalb des Stausees Ritom gefunden worden. Zwei Personen wurden getötet, zwei weitere Insassen der Maschine vom Typ Piper haben den Flugunfall schwer verletzt überlebt.

Die Maschine wurde erst am Montagmittag gefunden, 16 Stunden nach dem Crash. Die Maschine war bei schlechter Sicht an die Südflanke des Föisc geprallt.

Das Flugzeug mit der Immatrikulation «HB-PGC» war am Sonntagabend von der Insel Elba aus gestartet und nach einer Zwischenlandung in Florenz über Parma in Richtung Schweiz beziehungsweise Zürich unterwegs. In den Tessiner Bergen brach der Kontakt zur Maschine ab, wie der Such- und Rettungsdienst Luftfahrt (SAR) am Montag mitteilte. Die letzte Positionsmeldung erfolgte gegen 19.00 Uhr in der Region des Ritom-Sees oberhalb von Ambri in der oberen Leventina. Die Basis der Rettungsflugwacht (Rega) Tessin unternahm noch in der Nacht bei schlechten Wetterbedingungen einen ersten Suchflug, der aber erfolglos blieb.

Am Montagmorgen gingen dann neben einer Suchkolonne des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) auch Angehörige der Armee in den Einsatz. Kurz vor 11.00 Uhr wurde die einmotorige Maschine von der Besatzung eines Suchhelikopters des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) gefunden.

Überlebende in kritischem Zustand

Die beiden Piloten - ein in Bern wohnender Italiener und ein im Kanton Schwyz wohnhafter Schweizer - hatten den Absturz nach ersten Erkenntnissen der Polizei schwer verletzt überlebt. Sie wurden in kritischem Zustand mit Rega-Helikoptern in Spitäler nach Lugano und Zürich geflogen.

Für die beiden Passagiere kam jede Hilfe zu spät. Nach Polizeiangaben handelt es sich um eine 26-jährige Britin und einen 37-jährigen Neuseeländer, die beide im Raum Zürich wohnten.

Die Unfallstelle befindet sich nach Angaben der Rega auf rund 2100 Metern Höhe an der Südflanke des 2208 Meter hohen Berges Föisc südwestlich des Ritom Sees. Die Maschine war nach ersten Erkenntnissen bei einem Manöver im Nebel an die Bergflanke geprallt. Als Eigentümer und Halter der Piper ist die Motorflugzeuggruppe Zürich eingetragen. Die Abklärungen des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU) waren im Gang. (sda)

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