Flugzeugentführung aus Liebeskummer
Aktualisiert

Flugzeugentführung aus Liebeskummer

Vor dem Landgericht im deutschen Landshut hat der Prozess gegen einen 28-Jährigen begonnen, der aus Liebeskummer ein Flugzeug entführt hatte.

Zum Auftakt wurde die Anklage gegen den Mann verlesen. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hatte er im vergangenen Juni den Piloten eines mit 164 Menschen besetzten Airbus' kurz nach dem Start von München nach Instanbul mit einer Bombendrohung zwingen wollen, nach Hamburg zu fliegen. Dort wohnt die getrennt von dem Angeklagten lebenden Ehefrau, zu der er offenbar aus Liebeskummer wollte.

Statt nach Hamburg zu fliegen, kehrte der Pilot allerdings nur nach München zurück, wo ein Passagier den mutmasslichen Täter aus der gelandeten Maschine auf das Rollfeld schubste und die Entführung damit beendete. Die angeblich in einem Handy versteckte Bombe hatte der Mann nur vorgetäuscht. Er kündigte zu Prozessbeginn über seinen Anwalt eine Aussage an.

Der Türke sitzt seit dem Vorfall in Untersuchungshaft. Er hat gegenüber der Polizei ein Geständnis abgelegt und als Grund für die Entführung Eheprobleme angegeben. Nun muss er sich wegen eines Angriffs auf den Luftverkehr und Geiselnahme in 164 Fällen verantworten. Möglicherweise fällt bereits am Donnerstag das Urteil.

(sda)

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