Fnac fällt in Basel ein
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Fnac fällt in Basel ein

Der französische Mediengrosshändler Fnac stösst erstmals in die Deutschschweiz vor. Nachdem die Fnac schon seit 2000 in der französischsprachigen Schweiz präsent ist, eröffnet sie nun eine Filiale in Basel.

Der Fnac-Laden an der Steinenvorstadt in der Basler Innenstadt öffnet am Donnerstag seine Türen. Gemäss Angaben auf der Internet- Site von Fnac Suisse werden auf rund 3200 Quadratmeter CD, DVD, Bücher und Elektronikartikel angeboten. Hinzu kommt der Ticketvorverkauf. Beschäftigt werden rund 70 Personen.

Die Fnac, Marktleader in Frankreich und weiteren Ländern, hatte ihren ersten Laden in der Schweiz 2000 in Genf eröffnet. Bis 2003 folgten drei weitere Filialen in Genf, Lausanne und Freiburg. Den Vorstoss über den Röstigraben hatte Fnac Suisse schon seit mehreren Jahren angekündigt, wobei zuerst Zürich anvisiert worden war.

Der erste Deutschschweizer Laden wurde nun aber im einem früheren Haus des 2004 von der Schild-Gruppe übernommenen Modehauses Spengler in Basel eingerichtet. Bis 2010 sollen gemäss dem Unternehmen noch fünf weitere Filialen in der deutschsprachigen Schweiz folgen, so in Zürich, Bern, St. Gallen und Luzern.

189-Millionen-Umsatz

2007 hat die Fnac in der Schweiz einen Umsatz von 189 Mio. Fr. erzielt; das waren 12,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Rund die Hälfte des Umsatzes entfielen laut Firmenangaben auf technische Produkte und je rund ein Fünftel auf Bücher sowie auf CD und DVD.

Die Fnac (Fédération nationale d'achat des cadres) war 1954 von zwei Trotzkisten in Frankreich als Genossenschaft gegründet worden. Seit 1994 gehört die Buch- und Medienkette zum Imperium der französischen Luxusartikel- und Kaufhaus-Gruppe Pinault-Printemps- Redoute.

Ausser in Frankreich und der Schweiz ist die Fnac in Belgien, Brasilien, Italien, Portugal, Spanien und Taiwan vertreten. Der Versuch, auch in Berlin Fuss zu fassen, war 1994 gescheitert.

(sda)

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