Vertrag bis 2024: Stoppt «Bomber Bo» die Krise beim FCZ? Däne übernimmt den Meister

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Vertrag bis 2024Stoppt «Bomber Bo» die Krise beim FCZ? Däne übernimmt den Meister

Der FC Zürich hat einen neuen Trainer: Der Däne Bo Henriksen übernimmt den FCZ per sofort und tritt damit die Nachfolge des glücklosen Franco Foda und von Interimscoach Genesio Colatrella an.

von
Florian Gnägi
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Seit Montagnachmittag offiziell: Bo Henriksen (2.v.r.) ist der neue FCZ-Trainer. 

Seit Montagnachmittag offiziell: Bo Henriksen (2.v.r.) ist der neue FCZ-Trainer. 

FCZ/Twitter
Der Däne trainierte zuletzt in seiner Heimat beim FC Midtjylland.

Der Däne trainierte zuletzt in seiner Heimat beim FC Midtjylland.

IMAGO/Gonzales Photo
 Vorgänger Franco Foda blieb in seiner Zeit in Zürich ohne Liga-Sieg.

 Vorgänger Franco Foda blieb in seiner Zeit in Zürich ohne Liga-Sieg.

Martin Meienberger/freshfocus

Darum gehts

Grosse Überraschung beim FCZ. Entgegen den Spekulationen einiger Zeitungen holt der kriselnde Meister keinen früheren Bundesliga-Coach als neuen Trainer, sondern verpflichtet mit dem Dänen Bo Henriksen einen hierzulande eher unbekannten Übungsleiter als Nachfolger von Franco Foda. Dies gab der FCZ am Montagnachmittag offiziell bekannt. 

Verfechter der Dreierkette

«Ich freue mich sehr, einen ambitionierten und familiären Club wie den FC Zürich trainieren zu dürfen», lässt sich Henriksen in einer Medienmitteilung zitieren und meint weiter: «Der FCZ ist ein traditionsreicher Club, der es mir ermöglicht, meine Leidenschaft und Begeisterung für den Fussball und die Menschen einzubringen.»
FCZ-Präsident Ancillo Canepa erklärt, sein neuer Coach verfüge über die Kompetenzen den FCZ «kurz- wie auch mittel- und langfristig weiterzubringen». «Mit Bo Henriksen konnten wir unseren Wunschkandidaten verpflichten», so Canepa weiter.

Der Däne spielte zu Aktivzeiten auch in England. Bei den Kidderminster Harriers nannten ihn die Fans aufgrund seiner Torgefährlichkeit «Bomber Bo». Als Trainer arbeitete er in der vergangenen Saison in seiner Heimat beim FC Midtjylland, wo er 2022 den dänischen Cup gewann. Henriksen gilt als Verfechter der Dreierabwehrkette, die schon Meistercoach André Breitenreiter beim FCZ erfolgreich praktizierte. Nachfolger Foda wechselte dann öfters auf eine Viererabwehr und blieb in seiner gesamten Ära in Zürich ohne Liga-Sieg.

Stöger und Zorniger sagten ab

Die unglückliche Zusammenarbeit mit dem Deutschen löste der FCZ nach gerade mal 18 Partien auf. Danach übernahm Genesio Colatrella interimistisch, schaffte es aber auch nicht, den Krisen-Club aus dem Sumpf zu hieven. Die Verkündigung der Verpflichtung von Henriksen ist nach den sonntäglichen Aussagen von Ancillo Canepa keine Überraschung mehr. Der FCZ-Präsident liess gegenüber blue und SRF durchblicken, dass am Montag der neue Trainer bekannt gegeben werden soll. Auch Interimscoach Colatrella bestätigte nach der Partie an der Pressekonferenz, dass die Trostlos-Nullnummer gegen Winti sein «momentan» letztes Spiel in der Super League gewesen sei.

Gegenüber den Tamedia-Zeitungen hatte Canepa schon nach der Entlassung von Foda erzählt, dass sich zahlreiche Trainer um den Posten beim FCZ bemühten. «Wenn ich die Dutzenden von Bewerbungen in Betracht ziehe, die innerhalb von nur 24 Stunden eingegangen sind, ist der FCZ offenbar immer noch eine sehr attraktive Adresse», meinte der 69-Jährige. 

Wunschkandidaten wie der Deutsche Alexander Zorniger und der Österreicher Peter Stöger sollen Canepa dennoch abgesagt haben, bevor sich der FCZ nun mit Henriksen einigen konnte. Gegenüber 20 Minuten dementierte Canepa zudem, dass die FCZ-Frauentrainerin Inka Grings eine mögliche Foda-Nachfolgerin sei, da sie «mit ihrem Team mehr als beschäftigt» sei.

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