Neuer Zürich-Trainer: Foda versteht sich auch mit Canepas Hunden – «er passt perfekt zum FCZ»
Publiziert

Neuer Zürich-TrainerFoda versteht sich auch mit Canepas Hunden – «er passt perfekt zum FCZ»

Franco Foda ist glücklich, dass er neuer Trainer des FC Zürich ist. Überrascht über die Anfrage aus Zürich war der 56-Jährige aber nicht. 

von
Adrian Hunziker
1 / 4
FCZ-Präsident Ancillo Canepa und Neu-Trainer Franco Foda verstehen sich anscheinend gut. 

FCZ-Präsident Ancillo Canepa und Neu-Trainer Franco Foda verstehen sich anscheinend gut. 

20min/Michael Scherrer
«Wir haben sehr gut hingeschaut, ob Franco zu uns passt. Und ja, er passt perfekt zum FCZ», sagt Canepa. 

«Wir haben sehr gut hingeschaut, ob Franco zu uns passt. Und ja, er passt perfekt zum FCZ», sagt Canepa. 

20min/Michael Scherrer
Der 56-jährige Deutsche will mit dem FCZ ebenfalls Erfolge feiern, wie sein Vorgänger André Breitenreiter. 

Der 56-jährige Deutsche will mit dem FCZ ebenfalls Erfolge feiern, wie sein Vorgänger André Breitenreiter. 

20min/Michael Scherrer

Darum gehts

1997 stand Franco Foda ein halbes Jahr beim FC Basel als Spieler unter Vertrag, nun ist der Deutsche neuer Trainer des Schweizer Meisters FC Zürich. Der 56-Jährige erinnert sich gut an seine erste Zeit in der Schweiz, damals noch mit seinen kleinen Söhnen. «Wir haben uns extrem wohlgefühlt, ich denke gerne zurück. Nun kam die Anfrage, da habe ich mich über den Verein informiert.»

André Breitenreiter habe hier gute Arbeit geleistet. Nun gelte es, mit den eigenen Ideen der Mannschaft etwas Neues auf den Weg zu geben. Denn: «Man kann sich immer weiterentwickeln.» Foda hatte die Gespräche mit Präsident Ancillo Canepa und Ehefrau Heliane als angenehm empfunden. «In den Gesprächen habe ich ein Vertrauen gespürt, es war eine Empathie vorhanden. Das hat mich überzeugt. Jetzt bin ich hier und glücklich. Ich freue mich auf die neue Aufgabe.» Und ja, Foda gibt auch zu, dass er sich sogleich mit den Hunden der Canepas gut verstanden hat. 

Die Königsklasse im Hinterkopf

Dass Foda, der im März als österreichischer Nationaltrainer nach der verpassten WM-Qualifikation freiwillig zurückgetreten war, beim aktuellen Schweizer Meister keine leichte Aufgabe übernimmt, ist klar. Sein Landsmann André Breitenreiter, der in der Bundesliga Hoffenheim übernimmt, hat einen erfolgreichen Club zurückgelassen. Foda wird dennoch auch Veränderungen vornehmen. «Wir werden gewisse Dinge adaptieren, Flexibilität ist mir wichtig, auch mal andere Spielsysteme ausprobieren. Es ist wichtig, die Mannschaft schnell kennen zu lernen. Dann bereiten wir uns auf die Meisterschaft und die Champions League vor.»

Ja, die Königsklasse hat er auch im Hinterkopf. Ihm ist bewusst, dass es nicht einfach wird, sich mit dem FCZ für die Champions League zu qualifizieren. «Zuerst müssen wir uns möglichst schnell mit dem Kader beschäftigen. Jetzt müssen wir die richtigen Entscheidungen treffen, wenn es denn Veränderungen gibt. Wir werden in kurzer Zeit eine Mannschaft zusammenstellen, die wettbewerbsfähig sein wird in der Meisterschaft, das ist das wichtigste.»

«Es hat nicht gefunkt»

Überrascht war Foda nicht, dass er beim FCZ auf dem Zettel stand. Er sagt: «Es gibt viele gute Trainer auf dem Markt, da muss man ehrlich sein. Am Ende muss man glücklich sein, dass du als Coach schnell einen Job bekommst.» Der Coach, der jahrelang auch Sturm Graz trainierte, gibt zu, dass er die eine oder andere Anfrage bekommen habe, auch als Nationaltrainer. Aber: «Es hat nicht gefunkt. Jetzt tat es das eher, ich hatte den Eindruck, dass das gemeinsam funktionieren kann.»

Das sieht Präsident Canepa ähnlich: «Wir wollen Erfahrung auch auf internationaler Ebene. Das spricht für Franco, dass wir ihn auswählten. Es gibt sicher auch noch gute andere Trainer. Aber wir haben sehr gut hingeschaut, ob Franco zu uns passt. Und ja, er passt perfekt zum FCZ.» Ob das auch den gewünschten Erfolg bringen wird, wird sich weisen.  

Deine Meinung

1 Kommentar