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Föhn hat wieder einmal zugeschlagen

Starke Windböen haben vielen Wintersportlern die Lust am Skifahren verdorben. Zahlreiche Skilifte konnten den Betrieb am Morgen nicht aufnehmen.

Dies nachdem Föhnwinde bereits am (gestrigen) Sonntag zu Behinderungen geführt hatten. Nachdem sich der Wind am Montagmorgen abgeschwächt hatte, setzte Schneefall ein.

«Der Föhn hat wieder einmal zugeschlagen», sagte Heinz Maurer von MeteoSchweiz. Am stärksten bliesen die Winde vom Sonntagnachmittag bis am Montagmorgen in den Bergen. So wurde bei der Station Les Diablerets auf knapp 3.000 Metern um 04.00 Uhr nachts ein Höchstwert von 161 Kilometer pro Stunde (km/h) gemessen. Mit Tempo 125 blies der Wind auf dem Titlis. Aber auch in den Alpentälern machte sich der Föhn bemerkbar. So wurden in Altdorf 108 km/h gemessen, in Vaduz waren es noch 103 und in Altenrhein noch 95 km/h. Laut Maurer liess der Föhn im Laufe des Montagmorgens nach. Unmittelbar danach setzte Schneefall teilweise bis in die Niederungen ein. Viel Schnee zu erwarten ist laut Maurer aber nicht. So habe sich ein Teil der Front in Richtung Alpensüdseite abgespaltet. Bis Dienstagmorgen wurde am Alpennordhang mit zehn bis 15 Zentimetern Neuschnee gerechnet.

Die starken Winde bereiteten den Bahnen und Sesselliften wie bereits am Sonntag erneut Probleme. So mussten zahlreiche Wintersportgebiete den Betrieb einschränken. Die Montreux-Berner-Oberland-Bahn stellte am Nachmittag den Betrieb zwischen Caux und Rochers-de-Naye ein. Grund waren Sturmwinde und Schnee. In Geduld üben mussten sich aber auch die Wintersportler in Arosa. Nachdem zahlreiche Bahnen bereits am Sonntag geschlossen werden mussten, konnten sie am Montagmorgen zunächst nicht in Betrieb genommen werden. Erst am Nachmittag war wieder das ganze Skigebiet zugänglich. Ganz geschlossen blieben die Anlagen im Gletscherskigebiet zwischen Gstaad und Les Diablerets. Teilweise stillgestanden sind die Bahnen wegen den Föhnböen auch in der Jungfrauregion. (dapd)

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