Aktualisiert 27.09.2005 22:07

Fötus: Kein Verfahren – dafür viele Gegner

Wegen der Fötus-Figur Ruan gibt es vorläufig kein Gerichtsverfahren gegen das Kunstmuseum Bern.

Der Walliser Journalist Adrien de Riedmatten hatte Anzeige wegen Störung des Totenfriedens, Gewaltdarstellung und Tierquälerei erhoben. Diese Vorwürfe haben die Behörden jetzt zurückgewiesen. Ihr Entscheid spricht dem Kunstwerk einen schutzwürdigen kulturellen Wert zu.

Ausserdem sei das Töten der Möwe sowie das Abtrennen und Annähen des Fötuskopfs in China erfolgt. Dafür sei die Schweizer Justiz nicht zuständig. «Billiger gehts nicht! Das ist, als würde man im Ausland ein Kind vergewaltigen und in der Schweiz nicht dafür belangt», poltert SVP-Grossrat Thomas Fuchs.

Er sammelt Unterschriften, damit der Fötus würdig begraben wird. «Ich werde überschwemmt mit Anfragen von Leuten, die mich unterstützen.»

(mar)

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