Medizinisches Wunder: Footballer spielt mit Genickbruch weiter
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Medizinisches WunderFootballer spielt mit Genickbruch weiter

«Die Ärzte verstehen nicht, wie ich zu ihnen kommen konnte, wieso ich nicht gelähmt bin und wieso ich immer noch am Leben bin», so Spencer Trapp. Der Footballer brach sich kurz vorher das Genick – und spielte weiter.

Seine Karriere ist vorbei, bevor sie richtig angefangen hat. Mit 18 Jahren muss Spencer Trapp seine Football-Schuhe an den Nagel hängen. Doch der Schüler der Nebraska High School ist froh, dass er überhaupt noch am Leben ist. Spencer brach sich nämlich während einem Football-Spiel das Genick. Es geschah im zweiten Viertel. «Ich stürzte und brach mir den fünften Wirbel. Dieser verdrehte sich und traf fast auf mein Rückenmark», beschreibt Trapp den Vorfall. Mit anderen Worten: Er erlitt einen Genickbruch.

«Ich konnte es nicht fassen»

Trotzdem spielte der Junge weiter. «Es fühlte sich an wie ein starrer Nacken. Und du gehst nicht vom Feld, nur weil den Hals etwas schmerzt», erklärt Trapp gegenüber dem TV-Sender «WSFA» in Montogmery Alabama. Da die Schmerzen aber nicht abklangen, machte sich Trapp auf den Weg zum Arzt. «Ich konnte es nicht fassen, als die Ärzte mir sagten, dass ich mit einem Genickbruch gespielt habe», so der Footballer. Obwohl Spencer nie mehr Football spielen darf, wird er seinem Team als Helfer erhalten bleiben.

Wie einst Bert Trautmann

Ähnliches widerfuhr dem deutschen Torhüter Bernhard Carl «Bert» Trautmann als Goalie von Manchester City 1956. Dieser war in seiner Zeit einer der besten Torhüter Englands. Im Finale des FA-Cups 1956 im Londoner Wembley-Stadion ging er definitiv in die Geschichte ein. Die Partie gegen Birmingham spielte der Keeper trotz Genickbruch zu Ende und holte mit dem 3:1 den Titel. Damals wurde Trautmann in der 75. Minute nach einer Flanke vom gegnerischen Stürmer Peter Murphy im Nacken getroffen. Damals waren Auswechslungen noch nicht erlaubt, Trautmann spielte weiter. Dabei wehrte er sich erfolgreich mit starken Paraden gegen das anstürmende Birmingham. Drei Tage später ergab eine Röntgenuntersuchung im Spital, dass sich Trautmann einen Genickbruch zugezogen hatte und fünf weitere Halswirbel ausgerenkt waren. Dass er überlebte, ist ein medizinisches Wunder. Trautmann spielte danach noch bis 1964 weiter.

(fox)

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