Forbo-Aktie gerät wegen Übernahmekampf ins Strudeln
Aktualisiert

Forbo-Aktie gerät wegen Übernahmekampf ins Strudeln

An der Börse wurde die Nachricht, das Grossaktionär Michael Pieper den Bieterprozess stoppen will, mit Kursverlusten aufgenommen.

Die Unsicherheit sei hoch, eine baldige Einigung unwahrscheinlich, hiess es.

Die Aktie von Forbo sank bis kurz vor 14 Uhr um 3,7 Prozent auf 236 Franken. Zeitweise hatte sie am Dienstagmorgen um 7,5 Prozent unter dem Schlusskurs des Vortages gelegen.

Mit den jüngsten Entwicklungen sinkt nach Ansicht der Zürcher Kantonalbank (ZKB) die Wahrscheinlichkeit, dass bis am kommenden Freitag ein Übernahmeangebot von einem finanziellen Investor (unter anderem CVC Capital Partners) zustande kommt.

Gemäss Forbo-Mitteilung vom Dienstag bietet ein Interessent 260 Franken pro Aktie. Bei 2 713 152 Forbo-Aktien entspricht dies rund 705 Mio. Franken.

Wenn Pieper vielleicht knapp 30 Prozent kontrolliere, komme keiner mehr an ihm vorbei, sagte ein Analyst gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Entwicklung komme nicht ganz überraschend, so die ZKB. Die ZKB habe eine industrielle Lösung mit Michael Pieper bereits bisher als wahrscheinlicher angesehen, wurde begründet.

Die hohe Unsicherheit bezüglich der Besitzerverhältnisse und der VR-Besetzung vereinfachen den laufenden, schwierigen Turnaround- Prozess aber nicht. Bis zur Generalversammlung vom 29. April bleibe die Unsicherheit. Der Wortlaut der Medienmitteilung lasse nicht auf eine baldige Einigung schliessen.

(sda)

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