05.09.2020 04:38

Zwei Tote (15†) in Zollikerberg ZHForensiker fanden im Blut Medikamenten-Mix

Mitte August wurden ein junger Rapper und eine Kollegin tot in einer Wohnung gefunden. Der Verdacht, dass Drogen im Spiel waren, hat sich nun offenbar bestätigt.

von
Yasmin Rosner

Darum gehts

  • Beim Tod der zwei Jugendlichen in Zollikerberg ZH sind gemäss einem Zeitungsbericht mehrere Medikamente im Spiel gewesen.
  • Dies hätten Untersuchungen des Bluts der beiden Toten ergeben.
  • Experten warnen vor einem Mix von Opiaten.

In der Nacht vom 15. auf den 16. August geschah in einer Wohnung in Zollikerberg ZH die Tragödie: Zwei Jugendliche – der 15-jährige Rapper und Stiefsohn des Rappers ZH Beats und ein 15-jähriges Mädchen – wurden tot aufgefunden. Die Ursache scheint nun klar, schreibt der «Tages-Anzeiger» . Wie eine gut informierte Quelle bestätigt, hätten Forensiker mehrere Medikamente im Blut der beiden Toten gefunden. Es soll sich dabei um ein morphiumhaltiges Krebsmedikament und Xanax, ein Benzodiazepin, handeln. Die Staatsanwaltschaft habe sich jedoch noch nicht zum Fund geäussert.

Dass dies kein Einzelfall sei, könnten Experten bestätigten: «Wir stellen im vergangenen Jahr eine besorgniserregende Zunahme von Mischkonsum mit Medikamenten unter Jugendlichen fest», hält Elvira Tini, Leiterin der Uniklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Zeitung fest. Gemischt würden diverse Substanzen – Ecstasy, Alkohol und Cannabis inklusive.

Ein besonderes Problem sei der Mix von Opiaten, an dem wohl auch die beiden Jugendlichen gestorben sind. «Bei Überdosierung kann es zum Aussetzen von Körperfunktionen wie Herz oder Lunge kommen», erklärt der Direktor des toxikologischen Instituts in Zürich, Hugo Kupferschmidt. Zudem sei die Dosierung schwierig – was bei dem einen nur eine leichte Wirkung habe, könne für eine andere Person tödlich sein.

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ZH Beats trauert um seinen 15-jährigen Stiefsohn. «Ich vermisse dich Tag und Nacht», schreibt er auf Social Media.

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Der 15-Jährige sei ein talentierter junger Mann gewesen.

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Bereits als Bub stand er im Musikstudio und rappte über seine Mutter.

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