Formel 1: Pleiteteam am Ende
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Formel 1: Pleiteteam am Ende

Der in arge finanzielle Nöte geratene Rennstall Super Aguri hat sich mit sofortiger Wirkung aus der Formel-1-WM zurückgezogen. Betroffen von der Massnahme sind unter anderen die Fahrer Takuma Sato und Anthony Davidson.

Die finanziellen Schwierigkeiten hatten ihren Anfang mit dem Rückzug eines der Hauptsponsoren genommen und akzentuierten sich nach der gescheiterten Übernahme durch die britische Magma Group. Das Unternehmen zog sich zurück, nachdem die als Investorin ins Auge gefasste Dubai International Capital abgesprungen war. Das Aus wäre für das Team des früheren Formel-1-Fahrers Aguri Suzuki schon Ende April vor dem Grand Prix von Spanien gekommen, hätte Honda seinem «Zweit-Team» finanziell nicht noch einmal unter die Arme gegriffen.

Noch am Dienstag hatte der Vorstand von Honda über das Übernahmeangebot einer deutschen Unternehmensgruppe (Weigl-Gruppe) beraten, stimmte aber dem Verkauf an den potenziellen Investor nicht zu. Hondas Formel-1-Verantwortlicher Nick Fry hatte schon in den vergangenen Wochen nur noch wenig Interesse gezeigt, das Team mit Chassis, Motor und vor allem finanziell zu unterstützen.

Beim Grand Prix von Istanbul am kommenden Sonntag wird der Rennstall also nicht mehr dabei sein. Schon am Montag war den Japanern samt Trucks und Motorhome der Zutritt zur Rennstrecke verwehrt worden. Das Rennen wird somit mit nur noch zehn Teams durchgeführt.

Super Aguri war in der Saison 2006 in die Formel 1 eingestiegen. Im 22. Grand Prix, jenem im Mai 2007 in Spanien, schaffte es das Team dank dem 8. Rang von Takuma Sato erstmals in die Punkteränge. Die letzte Saison schloss der Rennstall mit vier Punkten auf Platz 9 ab. In dieser Saison holten Sato und Davidson in den bisherigen vier Grands Prix keine Punkte.

(si)

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