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Streaming-Riese will auf die RennstreckeFormel-1-Rennen könnten bald bei Amazon laufen

Ist Streaming auch in der Formel 1 die unausweichliche Zukunft? Der Chef der Rennserie bestätigt «aktive Gespräche» mit Amazon.

von
Laura Inderbitzin
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Bislang wird die Formel 1 auf keiner grossen Plattform gestreamt. 

Bislang wird die Formel 1 auf keiner grossen Plattform gestreamt.

Foto: Andy Hone (Imago)
Nun kommt aber Bewegung in die Sache.

Nun kommt aber Bewegung in die Sache.

Foto: Imago/Eibner
Chase Carey, Chef der Rennserie, bestätigt «aktive Gespräche» mit Amazon.

Chase Carey, Chef der Rennserie, bestätigt «aktive Gespräche» mit Amazon.

Foto: Mark Sutton (Imago)

Die Königsklasse des Motorsports fürchtet sich. Nicht etwa vor dem Christkind oder vor Corona-Weihnachten, sondern vor der Jugend. Die Formel 1 fürchtet sich, dass sich die junge Generation nicht mehr so wie früher für ihren heiss geliebten Sport begeistern könnte.

Deshalb hat Formel-1-Chef Chase Carey, der noch bis Ende Jahr im Amt ist, schon vor einiger Zeit die Digitalstrategie ausgerufen. Mit einer E-Sports-Offensive und einer Netflix-Serie soll auch die Generation Z die Rennstrecke lieben lernen. Doch genug ist das nicht. Die gesamte Live-Übertragungsstrategie wird überdacht und womöglich bald revolutioniert.

Nun bestätigte Carey gegenüber der «Financial Times», dass die Formel 1 «aktive Gespräche» mit Amazon führe. Künftig könnten Formel-1-Rennen nicht mehr traditionell am Fernseher geschaut, sondern immer und überall gestreamt werden.

Amazon investiert im Sport

Der Formel-1-Boss habe schon «umfangreiche Diskussionen mit Amazon und allen globalen Digital-Plattformen» hinter sich. Er sagt: «Sie sind unglaublich wichtige potenzielle Partner für die Rennserie und eine Chance für uns weiterzuwachsen.» Amazon nahm zu den Aussagen des Formel-1-Chefs nicht Stellung, doch der Streaming-Gigant investiert seit einigen Jahren in den Sport und zeigt unter anderem bereits Spiele der NFL, Premier League und Bundesliga.

Amazon zieht mehr und mehr in die Welt des Sports ein.

Amazon zieht mehr und mehr in die Welt des Sports ein.

Foto: Imago

Doch auch wenn Streaming wohl die Zukunft ist, passiert der Wandel nicht von einem Tag auf den anderen. Carey betont: «Dieser Prozess wird schrittweise vollzogen werden.» Zum einen, weil die traditionellen TV-Verträge in vielen Ländern noch eine Weile laufen. SRF darf zum Beispiel noch bis Ende 2022 sämtliche Qualifyings und Rennen übertragen.

Zum anderen, weil sich die Königsklasse wiederum fürchtet. Und zwar quasi vor dem Gegenteil. Carey sagte, dass sie besorgt seien, alteingesessene Fans zu verscheuchen. «Sie sind wahrscheinlich nicht daran gewöhnt, ihren Lieblingssport-Event auf einer digitalen Plattform zu schauen».

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20 Kommentare
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Vielseher

25.12.2020, 20:50

Mir egal solange die Events F1 , TöffWM, DTM, Leichtathletik, Wintersport, Tennis, Natinale Eishockey, Volley, Handball, Fussballiga (einzelne Spiele und Zusammenfassungen) sowie WM und OS sind. Und zwar nur der Event von start bis ins Ziel und zweidrei Interviews. Langes Vor-und Nachgeschnurr kann im PayTV.

Captain Slow

25.12.2020, 12:48

Tja Amazon, steckt die Kohle lieber in weitere The Grand Tour Serien.

spannung vs langeweile

25.12.2020, 09:52

die F1 muss sich überlegen wie alle Teams wieder chancen haben um zu Siegen als das alle an einem hinter her fahren und nach 5 Meisterschaftsrennen von 13 ist die Saison entschieden das will niemand sehen