Formel-1-Rennen mit Zusatzschlaufe
Aktualisiert

Formel-1-Rennen mit Zusatzschlaufe

Die Verkehrskommission des Nationalrats macht bei der Zulassung von Formel-1-Rennen in der Schweiz eine Zusatzschlaufe.

Sie hat von der Verwaltung weitere Informationen über die Umweltverträglichkeit von Formel-1- und anderen Rundstreckenrennen verlangt, wie Kommissionspräsident Otto Laubacher (SVP/LU) am Montag vor den Medien sagte. Am Willen, das heute geltende Rennverbot aufzuheben, hat sich aber nichts geändert. Ein Antrag, auf die Vorlage nicht einzutreten und damit am Verbot festzuhalten, wurde knapp mit zwölf zu neun Stimmen abgelehnt. Die Kommission wird nun voraussichtlich im Sommer über die Vorlage abstimmen und dem Nationalrat ihre Empfehlung abgeben. Die Grosse Kammer hat sich im vergangenen September mit 88 zu 75 Stimmen bereits einmal hinter die Zulassung gestellt. Öffentliche Rundstreckenrennen mit Motorfahrzeugen sind in der Schweiz seit der Einführung des geltenden Strassenverkehrsgesetzes 1958 verboten. Entstanden ist dieses Verbot 1954 als Reaktion auf einen tragischen Unfall im französischen Le Mans, bei dem über 80 Menschen ums Leben kamen. In diesem Jahr fand auch der letzte Grand-Prix in der Schweiz in Bremgarten bei Bern statt mit dem mehrfachen Formel-1-Weltmeister Juan Manuel Fangio als Sieger. (dapd)

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