Zürich: Formel-E-Boliden sollen ums Seebecken flitzen
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ZürichFormel-E-Boliden sollen ums Seebecken flitzen

Der Verein E-Mobil Züri will die Rennserie Formel E in die Limmatstadt holen. Eine potentielle Strecke gibt es bereits. Noch sind aber einige Hürden zu nehmen.

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ced
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Start und Ziel der Formel-E-Strecke soll der Hafen Enge sein.

Start und Ziel der Formel-E-Strecke soll der Hafen Enge sein.

Screenshot/Srf
Bei der Formel E wird mit Elektroautos gefahren. Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 225 km/h.

Bei der Formel E wird mit Elektroautos gefahren. Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 225 km/h.

epa/Azhar Rahim
Gegenwärtiger Weltmeister ist der Schweizer Sébastien Buemi.

Gegenwärtiger Weltmeister ist der Schweizer Sébastien Buemi.

Jens Buettner

Die Formel E wurde als Rennserie erst letztes Jahr ins Leben gerufen. Trotzdem verzeichnet der Wettkampf bereits ein grosses Publikumsinteresse und Zukunftspotential. Das liegt einerseits an der Umweltfreundlichkeit der Elektroautos, andererseits an den Rennstrecken direkt in der Stadt. Kein Wunder, dass sich Metropolen wie London und Peking als Austragungsorte präsentieren wollen – denn der Gastgeber erhält globale Aufmerksamkeit.

Doch nicht nur Riesenstädte bewerben sich als Austragungsorte: Auch in der Schweiz könnte laut SRF bald ein Formel-E-Rennen stattfinden. Dafür setzt sich der Verein E-Mobil Züri ein. Er will den prestigeträchtigen Wettkampf ans Seebecken holen.

Mit 225 km/h durch Zürich

Die potentielle Strecke ist bereits ausgearbeitet. Start und Ziel befinden sich beim Hafen Enge. Mit bis zu 225km/h soll es dann weitergehen in Richtung Mythenquai, wo eine Schlaufe die Boliden zum Bürkliplatz führt. Gesamtlänge der Strecke: Drei Kilometer.

Für Roger Tognella, Präsident des Vereins E-Mobil, ist Zürich der optimale Austragungsort für dieses Rennen – auch das Stadt-Image könne davon profitieren: «Die Marke Zürich hat jetzt schon eine internationale Ausstrahlung. Mit einem Formel-E-Rennen gewinnt sie noch mehr dazu.»

Eine Frage des Geldes und der Konkurrenz

Geht es nach Tognella, findet 2017 das erste Rundstreckenrennen am Seebecken statt. Bis dahin muss aber noch eine Menge Geld gesammelt werden. Genauer: Zehn Millionen Franken. So viel kostet die Veranstaltung eines Formel-E-Rennens. Erste potentielle Finanzgeber haben sich bereits angemeldet – darunter zum Beispiel die Bank Julius Bär.

Ob Zürich als neuer Austragungsort gewählt wird, hängt zudem von der Konkurrenz ab: Auch Lugano hat schon vor längerem Interesse bekundet. Im Vergleich zu Zürich befindet man sich bereits in den Verhandlungen mit den Organisatoren. Schon nächstes Jahr soll in der Tessiner Stadt das erste Rennen stattfinden. Dass gleich zwei Schweizer Austragungsorte zum Zug kommen werden, ist unwahrscheinlich.

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