Flühtiger Zwerghirsch: Forrest Gump röhrt in Freiheit
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Flühtiger ZwerghirschForrest Gump röhrt in Freiheit

Chinesischer Zwerghirsch auf der Flucht: Seit einer Woche lebt Forrest Gump in Mecklenburg-Vorpommern in freier Wildbahn.

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isa/dpa
Jetzt allein im Gehege: Ein aus China stammender Muntjak, ein Zwerghirsch, im Tierpark Burg Stargard. Sein Mitbewohner "Forrest Gump" ist abgehauen. Schon wieder.

Jetzt allein im Gehege: Ein aus China stammender Muntjak, ein Zwerghirsch, im Tierpark Burg Stargard. Sein Mitbewohner "Forrest Gump" ist abgehauen. Schon wieder.

Ein chinesischer Zwerghirsch, der vor einer Woche aus dem Tierpark Burg Stargard ausgebüxt ist, lässt es sich weiter in der freien Natur der Mecklenburgischen Seenplatte gutgehen. "Ein Anwohner hat 'Forrest Gump' am Straßenrand bei Salow gesehen", sagte Tierparksprecherin Karin Voß. Er hätte damit sogar erfolgreich eine Autobahn überquert. Salow liegt gut 25 Kilometer östlich von Burg Stargard.

Man werde jetzt keinen Fangversuch für den Muntjak starten, denn das sei in freier Wildbahn aussichtslos. "Das ist ein instinktiv bestens eingestelltes Fluchttier, da haben wir nur eine Chance auf eine Betäubung, wenn er auf einem umzäunten Grundstück ist." Außerdem erkenne Forrest Gump die Pfleger und ihre Autos schon von weitem.

Kängurus leben in der Gegend auch schon

Der etwa 50 Zentimeter hohe Hirsch ist ungefährlich, aber sehr flink. Er ist seit seiner Übernahme aus Stralsund 2014 bereits zum zweiten Mal in freier Wildbahn unterwegs. Beim ersten Ausflug kam er bis nach Hammer in Vorpommern. Er war am 20. Mai im Tierpark über eine 1,50 Meter hohe Umzäunung gesprungen und ließ seine drei Gefährten im Gehege auf dem Klüschenberg einfach zurück.

Der Tierpark hatte bereits Anfang der 2000er Jahre für Aufsehen gesorgt, als bei einem Einbruch australische Bennett-Kängurus ausbrachen. Auch sie konnten bisher nicht eingefangen werden und leben in der Nähe von Burg Stargard, wo sie sich auch fortpflanzten.

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