Wissenschafts-Boom - Forschende tüfteln an 250 neuen Impfstoffen gegen das Coronavirus
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Wissenschafts-BoomForschende tüfteln an 250 neuen Impfstoffen gegen das Coronavirus

Die vorhandenen Corona-Impfstoffe zeigen die gewünschte Wirkung. Trotzdem ist es wichtig, dass an neuen geforscht werde, erklären Experten.

von
Reto Heimann
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Die Suche nach neuen Corona-Impfstoffen läuft auf Hochtouren – obwohl bereits sehr effektive vorhanden sind.

Die Suche nach neuen Corona-Impfstoffen läuft auf Hochtouren – obwohl bereits sehr effektive vorhanden sind.

20min/Marco Zangger
Weltweit stehen rund 250 neue Impfstoffe in der Pipeline.

Weltweit stehen rund 250 neue Impfstoffe in der Pipeline.

20min/Marco Zangger
Auch ein Basler Virologe entwickelt einen neuen Impfstoff.

Auch ein Basler Virologe entwickelt einen neuen Impfstoff.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • In der Forschung herrscht Hochkonjunktur in der Corona-Impfstoffproduktion.

  • Rund 250 neue Impfstoffe sind in der Pipeline.

  • Das sei gerade für ärmere Weltregionen wichtig, sagt ein Experte.

Thomas Klimkait ist Virologe an der Universität Basel. Er forscht an einem eigenen Corona-Impfstoff. Klimkait verfolgt dabei einen ganz anderen Ansatz als die bereits zugelassenen Impfstoffe das tun. Er möchte das Coronavirus tatsächlich in den menschlichen Körper bringen – allerdings mit einem genetischen Defekt, so dass es nicht funktionieren und sich vermehren kann. Das berichtet SRF.

«Wir glauben, dass dieser Ansatz vielleicht eine längere Immunantwort bewirkt, weil er sich darstellt wie ein ganzes Virus», sagt Klimkait. Noch ist es aber ein weiter Weg. Sein Impfstoff ist noch nicht einmal am Tier getestet worden.

«Das Virus wird sich anpassen»

Weltweit sind rund 250 Impfungen in der Pipeline – in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Das sei wichtig, sagt Klimkait. Denn die aktuellen mRNA-Impfstoffe – die in der Schweiz zugelassenen Impfstoffe von Moderna und Pfizer/Biontech sind solche – seien nicht ewig wirksam: «Das Virus reagiert auf die Infektion im Menschen, optimiert sich dort und es wird sich auch auf diese Impfstoffe anpassen.»

Dazu kommt: mRNA-Imfpstoffe sind teuer in der Herstellung und heikel in der Lagerung. Gerade für ärmere Länder, in denen aktuell erst ein Prozent der Bevölkerung geimpft ist, wäre es wichtig, günstige Alternativen zur Hand zu haben. Das erklärt Daniel Paris, Leiter des Departements Medizin am Schweizerischen Tropeninstitut.

«Wir müssen diese Impfungen entwickeln, damit wir eine weltweite Abdeckung erreichen können. Mit den jetzigen Impfungen, auch wenn sie noch so gut sind, wird dies nicht möglich sein», so Paris. Er nennt dazu auch gleich noch die Eigenschaften, die ein zukünftiger Impfstoff mit sich bringen muss. Er muss bei Raumtemperatur gelagert und mit nur einer Dosis verabreicht werden können.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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