Untersuchung: Forscher befreien BHs vom Brustkrebsverdacht
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UntersuchungForscher befreien BHs vom Brustkrebsverdacht

Das Gerücht, zu enge Büstenhalter könnten Brustkrebs auslösen, hält sich hartnäckig. Doch jetzt können Frauen aufatmen.

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Schön anzusehen und nachweislich ungefährlich.

Schön anzusehen und nachweislich ungefährlich.

Täglich erkranken in der Schweiz 14 Frauen an Brustkrebs. Mehr als 1300 Frauen sterben laut der Krebsliga Schweiz jedes Jahr an dieser Krankheit. Mögliche Auslöser für einen Tumor in der Brust gibt es viele. So sollen beispielsweise Aluminiumpartikel in Deos das Risiko erhöhen.

Auch BHs werden von manchen verdächtigt. Weil ihre Träger die Lymphbahnen abklemmen und so verhindern könnten, dass giftige Stoffe aus dem Körper transportiert werden, sollen BHs die Bildung von Tumoren begünstigen.

Befragung und Medizin-Check

Ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen BHs und Brustkrebs besteht, haben nun Forscher vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle untersucht. Dafür befragten sie sowohl gesunde als auch an Brustkrebs erkrankte Frauen zu ihren Lebensgewohnheiten. Ebenfalls erfragt wurde, wie lange sie ihren BH tragen, welche Modelle sie bevorzugen und welche Körbchengrösse sie haben. Zudem wurden sie medizinisch gecheckt.

Das Ergebnis lässt Frauen weltweit aufatmen: Das Tragen von BHs hat keinen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko der Teilnehmerinnen, wie die Forscher im Fachjournal «Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention» schreiben. Eine grosse Rolle spielen hingegen Faktoren wie Vererbung und Lebensweise.

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BHs müssen passen

BHs müssen passen

Auch wenn die Forscher Entwarnung geben, sollten Frauen beim BH-Kauf auf den richtigen Sitz achten. Denn sitzt das gute Stück zu eng, können Schmerzen und Verspannungen die Folge sein. Zu grosse Körbchen führen zu wund gescheuerten Brustwarzen. Beim richtigen BH schneiden die Träger nicht ein, liegen aber trotzdem gut an. Das Körbchen muss die Brust vollständig umschliessen.

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