«Jotus karllagerfeldi»: Forscher benennen Spinne nach Karl Lagerfeld
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«Jotus karllagerfeldi»Forscher benennen Spinne nach Karl Lagerfeld

In Australien wurde eine neue Spinnenart entdeckt. Ihre schlichte Färbung erinnerte die Forscher stark an den verstorbenen Modedesigner.

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Der verstorbene Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist eine Ikone der Popkultur – die über seinen Tod hinaus bestehen bleiben wird. Sein Image pflegte er zeitlebens in öffentlichen Auftritten und Interviews mit grosser Disziplin.

Der verstorbene Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist eine Ikone der Popkultur – die über seinen Tod hinaus bestehen bleiben wird. Sein Image pflegte er zeitlebens in öffentlichen Auftritten und Interviews mit grosser Disziplin.

epa/Johannes Eisele
Im Laufe seiner 50-jährigen Modekarriere sind einige Eigenheiten über Lagerfeld ans Licht gekommen. So besass Kulturliebhaber Lagerfeld über 300 iPods, auf denen er seine liebste Musik nach Genres und Interpreten geordnet hatte.

Im Laufe seiner 50-jährigen Modekarriere sind einige Eigenheiten über Lagerfeld ans Licht gekommen. So besass Kulturliebhaber Lagerfeld über 300 iPods, auf denen er seine liebste Musik nach Genres und Interpreten geordnet hatte.

Clemens Bilan
Karl Lagerfeld las gern und viel. Er baute sich eine monströse Büchersammlung auf – in einem Interview sagte er einst, dass er zu Hause über 300'000 Bücher angehäuft habe. «Das ist viel für eine Einzelperson.»

Karl Lagerfeld las gern und viel. Er baute sich eine monströse Büchersammlung auf – in einem Interview sagte er einst, dass er zu Hause über 300'000 Bücher angehäuft habe. «Das ist viel für eine Einzelperson.»

AP/Martin Meissner

Forscher der Universität Hamburg haben in Australien eine neue Spinnenart entdeckt und sie nach dem Modeschöpfer Karl Lagerfeld (1933–2019) benannt. Die Spinnen-Art heisst nun offiziell «Jotus karllagerfeldi», wie die Universität mitteilte.

«Das Tier erinnerte uns von den Farben her an den reduzierten Stil Karl Lagerfelds. Die schwarzen Beinglieder assoziierten wir zum Beispiel mit den Handschuhen, die er immer trug, und die riesigen schwarzen Augen mit seiner Brille», erklärte Danilo Harms, dessen Team die neue Art im Fachblatt «Evolutionary Systematics» beschreibt.

Im Vergleich zu anderen Vertretern der Gattung Jotus, deren Färbung mit knalligen Rot- und Blautönen überzeugt, neige die neue Spinnen-Art eher zu Understatement: Sie hat schwarz und weiss gefärbte Beine und Tastorgane. Die Springspinne, die vier bis fünf Millimeter gross ist, hat grosse, schwarze Augen und einen weissen «Kentkragen».

Jotus karllagerfeldi ist eine von acht Springspinnen-Arten von der australischen Ostküste, die das Forschungsteam im aktuellen Beitrag beschreibt. In Australien gibt es rund 3500 bekannte Spinnenarten. Etwa 70 Prozent davon sind gänzlich unerforscht. (sda)

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