Wissenschaft: Forscher entdecken Fett-Gen

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WissenschaftForscher entdecken Fett-Gen

Wissenschaftler haben ein Gen entdeckt, das bei Mäusen die Gewichtszunahme verhindert. Das IKKE-Gen lasse sich «ausschalten» und bewirke dann, dass Labormäuse selbst bei extrem fetter Ernährung nicht zunähmen.

Dies erklärte Forschungsleiter Alan Saltiel von der Universität Michigan im gleichnamigen US-Bundesstaat in einer am Freitag veröffentlichten Studie. «Die Mäuse mit dem inaktiven Gen IKKE bewegen sich nicht mehr als die anderen Tiere in der Kontrollgruppe, sie verbrennen einfach mehr Energie.»

Hoffnung für dicke Menschen

Dies sei eine «überraschende» Entdeckung und lasse hoffen, dass das Gen auch beim Menschen zu blockieren sei. Möglicherweise führe dies zu neuen Behandlungsmöglichkeiten für Fettleibigkeit und Diabetes vom Typ II, hiess es in dem Beitrag in der Fachzeitschrift «Cell».

Das IKKE-Gen produziert der Studie zufolge ein Protein, das weitere Proteine aktivieren oder deaktivieren kann. Es richte sich offenbar auf Proteine, die auf den Stoffwechsel von Mäusen einwirkten.

Zum Vergleich teilten Saltiel und seine Mitarbeiter die Versuchstiere in zwei Gruppen ein. Eine Gruppe Mäuse wurde normal ernährt, wobei der Fettanteil der Nahrung bei 4,5 Prozent lag.

Die zweite Mäusegruppe bekam eine Nahrung, bei der 45 Prozent der Kalorien aus Fett stammten - dennoch legten die Mäuse über einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen nicht an Gewicht zu, wenn das IKKE-Gen ausgeschaltet war.

(sda)

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