Aktualisiert 25.05.2010 19:39

Natur-Museum Luzern

Forscher entdecken neue Tierarten

Ausgeforscht hat es sich noch lange nicht: Zwei Spezialisten des Natur-Museums Luzern entdecken immer wieder neue Tierarten.

von
Martin Erdmann
Christoph Germann und Denise Wyniger bei der Arbeit.

Christoph Germann und Denise Wyniger bei der Arbeit.

Im April publizierte der Käferspezialist Christoph Germann seine neuste Entdeckung: den Bündner Dickmaulrüssler, eine bisher unbeschriebene Käferart. Um diese zu finden, hat es Germann bis auf eine Höhe von 2100 Metern über Meer auf den Berninapass verschlagen.

Der Fund ist für Germann ein Glücksfall: «Feldarbeit kann oft in einer ergebnislosen Exkursion enden.» Dies weiss auch Germanns Kollegin, die Wanzenspezialistin Denise Wyniger: Sie hat über 20 Arten beschrieben und ist zu Forschungszwecken schon nach Amerika, Südafrika, Nepal und Australien gereist.

Geforscht wird aber nicht nur auf Bündner Pässen oder in Übersee, sondern auch in den heimischen Museen. «Wir rennen nicht primär mit Buschmesser und Tropenhelm durch den Dschungel», sagt Wyniger. Das seien Forscherklischees. Die Beschreibung neuer Arten könne erst mit Hilfe von Insektensammlungen, die als Archiv dienten, stattfinden.

Neue Arten brauchen neue Namen. Die Namensgebung ist laut den Forschern aber streng geregelt. Ein 90 Artikel umfassendes Reglement schreibe ganz genau vor, wie vorzugehen sei. Fast wichtiger ist aber für Germann ein ungeschriebenes Forschergesetz: «Man soll nie eine Art nach sich selber benennen.»

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