Forscher finden Hilfe für gestresste Frauen
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Forscher finden Hilfe für gestresste Frauen

Zur Unterstützung ihrer gestresster Frauen sollten Männer einfach mal die Klappe halten – und ein bisschen zärtlich sein.

«Gestressten Männern helfen häufig allein schon gute Worte ihrer Partnerinnen», so die Autorin der Studie, Beate Ditzen, vom Psychologischen Institut der Uni Zürich. Umgekehrt ist dies nicht der Fall: Ladys beruhigen sich kaum, auch wenn ihr Partner noch so einfühlsam über die stressige Situation redet. Eine Schulter-Nacken-Massage zeigt hingegen Wirkung: Der weibliche Stresshormonpegel sinkt und der Puls beruhigt sich.

Die Männer wurden vor dem Versuch instruiert, ihre Freundinnen so zu unterstützen, wie sie es für richtig hielten. Konkrete Anweisungen, wie das Gespräch geführt werden soll, gab es keine. Und da bestätigte sich ein altes Klischee: Männer kriegen es nicht so richtig hin, ihre Frauen effektiv zu beruhigen.

Woran es liegt, dass die Massage bei Frauen für weniger Stresshormon im Blut sorgte als das Gespräch, und ob das Ergebnis auf die Qualität der Unterstützung durch die Männer oder auf die Reaktion der Frauen zurückzuführen ist, lässt sich laut Ditzen noch nicht abschliessend beantworten.

Für Männer, die mit ihren gestressten Gattinen Probleme haben, lässt sich aber ein schlichter Ratschlag ableiten: vor belastenden Ereignissen die Klappe halten und zärtlich sein.

Nico Menzato

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