Parabelflug: Forscher haben Spass in der Schwerelosigkeit

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ParabelflugForscher haben Spass in der Schwerelosigkeit

Mitarbeiter der Hochschule Luzern erlebten auf Parabelflügen die Schwerelosigkeit. Es ging dabei vor allem darum, für ein neues Medikament zu forschen.

Die Forscher geniessen die Schwerelosigkeit bei einem Parabelflug. (Video: HSLU)

Wie verhalten sich Knorpelzellen in der Schwerelosigkeit? Diese zentrale Frage war es, welcher ein Forschungsteam mit Vertretern der Hochschule Luzern auf einem Parabelflug nachging.

Also stiegen die beteiligten Forscher des Departements Technik & Architektur der Hochschule Luzern und der Universität Hohenheim in Stuttgart kürzlich in Dübendorf in einen Airbus, der zu extremen Steig- und Sturzflügen ansetzte. Im Innern des Jets wurde so die Schwerkraft für 20 Sekunden ausser Kraft gesetzt – die Wissenschaftler hatten beim Experiment viel Spass, wie ein Video eindrücklich zeigt.

Stellt sich für Laien die Frage, was Parabelflüge mit Arthrose zu tun haben. «Bei Arthrose ist der Knorpel geschädigt oder ganz zerstört, was für die Betroffenen extrem schmerzhaft sein kann und die Mobilität stark einschränkt. Die Forschung in der Schwerelosigkeit soll nun helfen, die Entstehung der Krankheit besser zu verstehen», schreibt die HSLU unter anderem.

Welchen Einfluss hat die Gravitation auf Zellen?

Konkret wurde bei früheren Experimenten mit Parabelflügen schon nachgewiesen, dass sich Nervenzellen in der Schwerelosigkeit verändern. «Wir vermuten, dass auch die Knorpelzellen auf die Gravitation reagieren werden», sagt Projektleiter Simon Wüest von der HSLU. Sollte dies nun der Fall sein, dann «könnte dies die medizinische Behandlung der Arthrose massgeblich beeinflussen», teilte die Hochschule mit. Letztlich diene dies dazu, neue Medikamente zu entwickeln.

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