06.08.2018 19:49

Android-Version

«Fortnite» kommt nicht in den offiziellen Play Store

Bislang ist das erfolgreiche Spiel noch nicht für Android verfügbar. Und wenn es erscheint, wird man es wohl bei Epic Games direkt beziehen müssen.

von
swe
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Das Game «Fortnite» kann man kostenlos spielen. Erst für zusätzliche Dinge wie etwa Outfits für die Avatare oder für die Emotes genannten Tänze wird man zur Kasse gebeten.

Das Game «Fortnite» kann man kostenlos spielen. Erst für zusätzliche Dinge wie etwa Outfits für die Avatare oder für die Emotes genannten Tänze wird man zur Kasse gebeten.

Epic Games
Apple verbietet die Installation von Apps von ausserhalb des App Stores komplett. Bei iOS muss Epic Games also damit leben, dass der iPhone-Hersteller vom erzielten Umsatz eine Beteiligung von 30 Prozent erhält.

Apple verbietet die Installation von Apps von ausserhalb des App Stores komplett. Bei iOS muss Epic Games also damit leben, dass der iPhone-Hersteller vom erzielten Umsatz eine Beteiligung von 30 Prozent erhält.

Epic Games
Dies geschieht über sogenannte In-App-Käufe, die meistens über die jeweilige App-Plattform abgerechnet werden.

Dies geschieht über sogenannte In-App-Käufe, die meistens über die jeweilige App-Plattform abgerechnet werden.

Epic Games

«Fortnite: Battle Royale» ist das Spiel der Stunde. Das beliebte Game ist für die verschiedensten Plattformen erhältlich. Doch obwohl es auf iPhones läuft, schauen Android-Nutzer bisher in die Röhre. Das soll sich nun zwar ändern, dabei geht der Entwickler Epic Games aber einen ungewöhnlichen Weg.

Das Unternehmen hat angekündigt, dass «Fortnite» nicht über den Play Store von Google erhältlich sein wird. Fans sollen den Titel direkt über die Website des Herstellers herunterladen. So wolle man die Gebühren in Höhe von 30 Prozent, die man sonst an Google abgeben müsste, umgehen, erklärte der Epic-CEO Tim Sweeney in einem Interview mit Forbes.com.

Nicht alle Geräte bereit

Laut Xda-developers.com soll die Android-Version noch diesen Monat erscheinen. Das Spiel soll aber vorerst nur auf dem Galaxy Note 9 von Samsung spielbar sein. Dieses wird am 9. August vorgestellt.

Ab dem 23. September sollen dann auch alle anderen Android-Nutzer das Game herunterladen können. Zumindest jene, die ein Gerät besitzen, das unterstützt wird. Die Anforderung an die Leistung des Smartphones soll etwa im Bereich des Galaxy S7 liegen.

Ein neuer Trend?

Dass nun auch die anderen Entwickler auf ein Modell umstellen, bei dem ihre Games nicht mehr über den Play Store von Google vertrieben werden, ist zwar denkbar, aber unwahrscheinlich. Denn die Plattform bietet den Game-Herstellern ein riesiges Publikum und ist für die meisten Android-Nutzer die erste Anlaufstelle für Apps.

Zudem dürfte es Google nicht gefallen, dass die Entwickler ihr eigenes Ding machen und die verlangte Gebühr umgehen. Im Falle von Epic Games könnte dies sogar zu Spannungen zwischen den Unternehmen führen. Sweeney scheint sich darüber jedoch keine Sorgen zu machen. Gegenüber Fortune.com sagte er, dass sich sein Unternehmen auf die weitere Zusammenarbeit mit Google freue.

E3-Trailer «Fortnite» für Nintendo

Neuvorstellung an der E3.

Der Trailer zum Game für die Switch-Konsole. (Video: Nintendo)

Game-Nachhilfe für Kinder

Die Amerikanerin Ally Hicks ist besorgt, weil ihr 10-jähriger Sohn in «Fortnite» nicht gewinnt, berichtet das «Wall Street Journal». Der Druck sei riesig und wenn er nicht gut spiele, werde der Junge in der Schule schickaniert. Deshalb buchte sie für ihn zu einem Preis von 50 US-Dollar eine vierstündige Online-Nachhilfe. Ein Vater und sein 12-jähriger Sohn, der ebenfalls Game-Lektionen erhält, träumen derweil von einer E-Sport-Karriere. So könnten möglicherweise ein Stipendium oder Preisgelder drin liegen. Ein anderer Elternteil träumt davon, dass die Fähigkeiten des Nachwuchses die Rente finanzieren könnten. So einfach ist dies aber nicht, denn professionelles Zocken sei noch kompetitiver als Sportarten wie etwa Baseball.

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