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Fossett jagt Rekord

Nach seinem Heissluftballon-Rekord ist der amerikanische Abenteurer Steve Fossett am Montag in Kansas zu einer neuen Rekordjagd aufgebrochen: Der 60-Jährige will nun mit einem Kleinflugzeug nonstop und ohne aufzutanken um den Globus fliegen.

Fossett hat für seine Rekordjagd eine Flugzeit von 66 Stunden eingeplant. Nach Angaben seines Mitarbeiters Kevin Stass soll ihn die abenteuerliche Reise in 15 Kilometer Höhe ostwärts über Chicago und Kanada, über den Atlantik, Afrika, den Mittleren Osten, Indien, China und den Pazifischen Ozean führen.

Der Start war wegen schlechten Wetters am Flughafen Salina und Verlagerungen des Jet-Streams, der Fossett kräftig schieben soll, mehrfach verschoben worden. Die High-Tech-Maschine GlobalFlyer soll mit einem Durchschnittstempo von etwa 460 Stundenkilometern fliegen. Es besteht das Risiko, dass der Treibstoff in der Höhe bei einer so langen Flugzeit einfriert.

Finanziert wird der Rekordversuch von dem britischen Milliardär Richard Branson, dem Gründer von Virgin Records und der Fluglinie Virginair. Branson verfolgte Fossetts Start vom Rand der Startbahn aus. «Das war der schwierigste Teil der Reise. Mit ist ein Stein vom Herzen gefallen, als die Maschine tatsächlich vom Boden abhob», sagte er.

Fossett hält Weltrekorde im Ballonfahren, Segeln und Fliegen. Er durchschwamm 1985 den Ärmelkanal, nahm 1992 an einem Schlittenrennen teil und 1996 am 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Zuletzt scheiterte er bei dem Versuch, einen Höhenweltrekord im Segelfliegen aufzustellen. (dapd)

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