14.10.2020 09:43

Wildlife Photographer 2020Foto des Jahres zeigt Tiger, der einen Baum umarmt

Der russische Fotograf hatte elf Monate gewartet, um das Bild eines vom Aussterben bedrohten Sibirischen Tigers zu schiessen.

Das Siegerfoto: Ein Amurtiger umarmt in Sibirien einen Baum.

Das Siegerfoto: Ein Amurtiger umarmt in Sibirien einen Baum.

Foto: Sergei Gorschkow (Natural History Museum)

Der Russe Sergei Gorschkow ist mit dem Foto eines Sibirischen Tigers im Wald zum Wildlife Photographer des Jahres 2020 gekürt worden.

Das Natural History Museum in London vergab die jährliche Auszeichnung der besten Naturfotografen am Dienstagabend. «Es ist wirklich spektakulär», sagte Herzogin Kate, die selbst Fotografin ist und die Preisträger verkünden durfte, über ihren Eindruck von den prämierten Fotos.

Das Siegerfoto «The Embrace» («Die Umarmung») von Gorschkow zeigt einen Amurtiger, der in einem kargen Wald in Sibirien einen Baum umarmt. Die Tigerart gilt als vom Aussterben bedroht und kommt nur in Sibirien vor. Der Fotograf hatte dem Museum zufolge elf Monate gewartet, um dieses Foto zu schiessen.

Nächste Runde startet bald

Die 17-jährige Finnin Liina Heikkinen darf sich Young Wildlife Photographer nennen: Ihr prämiertes Foto zeigt einen Fuchs, der eine Gans zerreisst und seine Beute nicht teilen möchte.

Siegerfoto in der Jugendkategorie: Ein Fuchs hat eine Gans erwischt.

Siegerfoto in der Jugendkategorie: Ein Fuchs hat eine Gans erwischt.

Foto: Liina Heikkinen (Natural History Museum)

Die Jury wählte in diesem Jahr aus mehr als 49’000 Einsendungen aus 86 Ländern aus. Menschen in aller Welt können für den Preis ihre Fotos einreichen, egal ob Profis oder Hobbyfotografen. Die nächste Runde beginnt bereits in der kommenden Woche. Zunächst sind die von der Jury ausgewählten Fotos im Natural History Museum in London zu sehen, bevor sie auch an anderen Orten ausgestellt werden sollen.

Der jährlich stattfindende «Wildlife Photographer of the Year»-Preisverleihung kürt jeweils einen Gesamtsieger in der Erwachsenen- sowie Jugendkategorie als auch Sieger von Unterkategorien. Sehen Sie hier eine Auswahl von Bildern, die ebenfalls ausgezeichnet wurden:

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«Life in the Balance»: Ein Glasfrosch verspeist eine Spinne. Die Frösche besitzen auf ihrer Körperinnenseite eine transparente Haut, durch die das Herz, der Verdauungstrakt sowie reifende Eier erkennbar sind. 

«Life in the Balance»: Ein Glasfrosch verspeist eine Spinne. Die Frösche besitzen auf ihrer Körperinnenseite eine transparente Haut, durch die das Herz, der Verdauungstrakt sowie reifende Eier erkennbar sind.

Foto: Jaime Culebras (Natural History Museum) 
«The Pose»: Dieser Nasenaffe habe ein paar Sekunden lang posiert, als wäre er am Meditieren, erzählte der dänische Fotograf Mogens Trolle.  Nur die männlichen Nasenaffen besitzen eine solch markante Nase. Je grösser die Nase, desto besser die Chancen bei den weiblichen Artgenossen, wird vermutet. 

«The Pose»: Dieser Nasenaffe habe ein paar Sekunden lang posiert, als wäre er am Meditieren, erzählte der dänische Fotograf Mogens Trolle. Nur die männlichen Nasenaffen besitzen eine solch markante Nase. Je grösser die Nase, desto besser die Chancen bei den weiblichen Artgenossen, wird vermutet.

Foto: Mogens Trolle (Natural History Museum) 
«Great Crested Sunrise»: Ein junger Haubentaucher macht es sich auf dem Rücken eines Elternteils bequem und lässt sich füttern. 

«Great Crested Sunrise»: Ein junger Haubentaucher macht es sich auf dem Rücken eines Elternteils bequem und lässt sich füttern.

Foto: José Luis Ruiz Jiménez (Natural History Museum) 
(anf/sho/sda)

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13 Kommentare
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Thomas

15.10.2020, 14:52

Das Bild ist nicht einmal besonders gut.

Chris

14.10.2020, 13:08

Bin total begeistert von den Fotos. ABER das mit den Zirkusbären ist ein no go sondergleichen.

Azzraelle

14.10.2020, 13:03

Ach Leute, kommt schon. Jeder weiss, dass das keine echte Umarmung ist. Aber um das geht es überhaupt nicht! In Gemälde interpretiert man auch viel hinein, das ist in Kunst nun mal so. Geniesst doch einfach das schöne Bild und jeder darf sich seine eigenen Gedanken dazu machen