Fotograf wegen Erpressung von Cameron Diaz verurteilt
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Fotograf wegen Erpressung von Cameron Diaz verurteilt

Ein Fotograf, der Oben-Ohne-Fotos von Cameron Diaz vor ihrem Durchbruch zum Filmstar gemacht hatte, ist in Los Angeles der Erpressung und des Meineids für schuldig befunden worden.

Der 42-jährige Jon Rutter muss nun mit bis zu sechs Jahren Haft rechnen. Die Verkündung des Strafmasses wurde auf den 15. September angesetzt.

Rutter hatte das damals aufstrebende 19-jährige Modell 1992 in Netzstrümpfen und Lederstiefeln fotografiert. Die Bilder wollte er nach eigenen Angaben nach Diaz Film-Erfolgen versteigern, bot sie aber zuerst dem Star für 3,5 Millionen Dollar (2,9 Millionen Euro) kurz vor deren 2003 veröffentlichten Kassenschlager «Charlie's Angeles: Full Throttle» an.

Diaz sagte, Rutter habe ihr damit gedroht, dass die Käufer des Fotos sie als «bösen Engel» in grossen Anzeigen und auf Bus- und Plakatwerbung darstellen würden. Da er die Käufer nicht benennen konnte, habe sie Erpressung vermutet und die Polizei eingeschaltet.

In dem Rechtsstreit räumte der Fotograf ein, dass die Unterschrift von Diaz unter eine Veröffentlichungserlaubnis gefälscht sei. Er habe damit aber nichts dazu tun und habe auch nicht gewusst, dass das Dokument gefälscht sei, dass ihm die Rechte an den Fotos einräumte. Die Unterschriften auf den Formularen habe stets ein Assistent eingeholt.

Wegen Fluchtgefahr ordnete Richter Michael Pastor an, Rutter in Gewahrsam zu nehmen.

(dapd)

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