Pitbull & Co.: Fotografin kämpft für verbotene Hunderassen
Aktualisiert

Pitbull & Co.Fotografin kämpft für verbotene Hunderassen

In verschiedenen Schweizer Kantonen sind gewisse Hunderassen verboten – für Tierfotografin Nicole Hollenstein ein Skandal. Mit provokativen Bildern setzt sie sich nun für die sogenannten Kampfhunde ein.

von
ame

«Es kann nicht sein, dass ganze Hunderassen verboten und sogar eingeschläfert werden», sagt Tierfotografin Nicole Hollenstein. In mehreren Schweizer Kantonen sind einige Rassen seit wenigen Jahren verboten. Hundeliebhaberin Hollenstein bringt das auf die Palme. «Die Gesetze wurden zum Teil von Politikern und Menschen erlassen, welche keine Ahnung von Hunden haben.»

Darum hat sie nun eine Fotokampagne lanciert, mit welcher sie die Diskussion über das Verbot sogenannter Kampfhunde wieder neu entfachen will. «Ich finde es diskriminierend, was mit diesen Hunden und auch ihren Besitzern geschieht. Es muss ein Umdenken stattfinden und das geschieht über Aufklärung, nicht über Ausrottung.»

Aktion polarisiert

Bei Angriffen von Hunden seien nämlich nicht die Tiere, sondern ihre Halter schuld. «Ich bin der Meinung, dass kein Hund böse geboren wird. Verantwortlich sind die Menschen und wie sie Hunde, respektive ganz allgemein Tiere, halten. Und dort muss auch angesetzt werden, beim Halter.»

Für ihre Fotos habe sie schon viel positives Feedback erhalten, zum Teil auch von Nichthundehaltern. Kritik schlägt Hollenstein von Emir Dündar entgegen. Er ist ein Verwandter des 6-jährigen Süleyman, der im Dezember 2005 in der Nähe eines Kindergartens in Oberglatt ZH von drei Pitbull-Kampfhunden getötet wurde. «Dass hier wie bei Menschen auf der Ebene des Rassismus Werbung gemacht wird, finde ich nicht gut», sagt er gegenüber «Tele Züri». Hollenstein versteht die Kritik, betont aber, dass sie vor negativem Feedback keine Angst habe.

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