Fouse: «Habe an Rettung geglaubt»
Aktualisiert

Fouse: «Habe an Rettung geglaubt»

Auch die ehemalige Swissair-Finanzchefin Jacqualyn Fouse hat am Swissair-Prozess die Anklage zurückgewiesen. Fouse nahm heute Stellung zum Vorwurf, die Nachlassstundung des Flugkonzerns zu spät eingeleitet zu haben.

Fouse, die im Juni 2001 zur Swissair-Gruppe gestossen war, gab dem Bezirksgericht Bülach Auskunft über ihre Rolle in den letzten Wochen vor dem Swissair-Untergang im Oktober 2001. Sie habe bis zum 1. Oktober an eine Rettung des Flugkonzerns geglaubt, sagte sie.

Den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, dass die Nachlassstundung bereits am 17. September statt erst am 4. Oktober hätte eingeleitet werden müssen, wies Fouse zurück. Zwar habe sich die Firma in einer schwierigen Lage befunden, man habe mit der Lage aber umgehen können.

Fouse, die heute in den USA als Finanzchefin für das Pharmaunternehmen Alcon arbeitet, ist der ungetreuen Geschäftsbesorgung und der Misswirtschaft angeklagt. Am Donnerstag muss sie gemeinsam mit Ex-Swissair-Chef Mario Corti auch zu Vorwürfen der Gläubigerbevorzugung Stellung nehmen.

Die US-Amerikanerin gab ihre Auskünft vor Gericht auf Englisch. Vor der Befragung zur Sache mussste sie dem Gericht auch über eine- längst bezahlte - Verkehrsbusse aus dem Jahr 2000 in Zürich Rede und Antwort stehen.

(sda)

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