Aktualisiert 07.11.2011 14:13

Das ist er

Foxy Knoxy im Liebesglück

Vier Wochen nach ihrer überraschenden Freilassung flaniert Amanda Knox mit einem neuen Freund durch die Strassen von Seattle. In Grossbritannien hat man dafür wenig Verständnis.

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Hand in Hand spazierte vergangene Woche Amanda Knox mit einem unbekannten jungen Mann durch ihre Heimatstadt Seattle. Kurz nachdem die Paparazzi die ersten Bilder in Umlauf gebracht hatten, war die Identität des mysteriösen Liebhabers gelüftet.

Wie die britische Zeitung «Daily Mail» berichtet, handelt es sich um James Terrano, einen alten Kollegen von Amanda Knox. Der 24-Jährige ist Musikstudent an der University of Washington. Knox und Terrano sollen bereits zusammengezogen sein, heisst es. «Sie verliessen zusammen die schäbige Wohnung für 950 Pfund (umgerechnet 1350 Franken) in Chinatown, die sie seit einer Woche teilen», schreibt die Zeitung im abfälligen Ton.

Medienkampf: UK vs USA

Weder Knox noch ihr Freund haben bisher ihre Beziehung kommentieren wollen. Doch das neue Liebesglück des «Engels mit den Eisaugen» ist den Briten offenbar ein Dorn im Auge. Die Zeitung «Daily Mail» erinnert ihre Leser daran, dass sich die Szenen «erst am 4. Jahrestag» abspielten, «nachdem Knox mit Raffaelle Sollecito am Tatort herumknutschte». Die US-Amerikanerin und ihr damaliger italienischer Freund waren fotografiert worden, wie sie sich vor dem Haus küssten, in dem die britische Austauschstudentin Meredith Kercher in der Nacht auf den 2. November 2007 umgebracht worden war. Kurz danach wurden beide verhaftet und für den Mord verantwortlich gemacht.

Auch «The Telegraph» hat wenig Verständnis für Knox' Lebensstil. Das Blatt will ihr nicht verzeihen, am Halloween-Abend verkleidet aufgetreten zu sein. Es sei zudem «gefühllos», sich in einem Räuber-Outfit zu zeigen, zitierte es den Vater des Opfers. Vor allem nachdem der Mörder seiner Tochter einen Raubmord in der Wohnung in Perugia habe vortäuschen wollen.

US-Medien nehmen hingegen die Nachricht mit Humor auf. Auf dem Klatsch-Blog «Gawker» macht man sich gar lustig über die insularischen Medien: «Vier kurze Jahre ist es her, seit Knox Sollecito küsste und schon küsst sie einen Neuen.» Vielleicht sollten die Briten «dieses Mädchen ihr neues Leben leben lassen», meinen die Amerikaner zum Schluss.

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