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Müntefering-BruchlandungFragen drängen sich auf

Die Experten rätseln, warum bei der Fokker 100 mit SPD-Chef Franz Müntefering an Bord neben dem normalen Mechanismus zum Ausfahren des Fahrwerks auch der Notfall-Mechanismus versagt habe.

Nach der Bruchlandung einer Passagiermaschine auf dem Stuttgarter Flughafen dauern die Ermittlungen zur Unglücksursache an. Die in eine Halle am Flughafen geschleppte Fokker 100 wurde am Dienstag von einem fünfköpfigen Team der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersucht. Auch die Crew wurde befragt, wie Karsten Severin von der BFU am Dienstag der AP sagte.

Wann mit Untersuchungsergebnissen zu rechnen ist, sei derzeit aber noch nicht abschätzbar. Die Ermittlungen der Experten vor Ort könnten noch zwei bis drei Tage dauern, anschliessend könne es nötig sein, noch weitere Experten hinzu zu ziehen, sagte Severin.

90 Flüge ausgefallen

Das Flugzeug mit 78 Insassen, unter ihnen SPD-Chef Franz Müntefering, musste am Montagvormittag mit nur teils ausgefahrenem Fahrwerk in Stuttgart landen. Die Passagiere und die Crew kamen mit dem Schrecken davon. Mehrere Passagiere erlitten einen Schock und wurden am Montag betreut. Eine Flugbegleiterin, die sich vorsorglich ins Krankenhaus begeben hatte, verliess dies bereits am Nachmittag wieder, wie die Fluggesellschaft Contact Air mitteilte.

Zur Bergung des Flugzeugs war die Start- und Landebahn des Flughafens gesperrt und erst nach acht Stunden am frühen Abend wieder freigegeben worden. Laut Flughafen fielen rund 90 Flüge aus, ausserdem kam es zu zahlreichen Verspätungen. (dapd)

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