Euro-Wechselkurs: Franken auf tiefstem Stand seit 12 Wochen
Aktualisiert

Euro-WechselkursFranken auf tiefstem Stand seit 12 Wochen

Am Dienstag kostete der Euro bis zu 1,1444 Schweizer Franken und war damit so teuer wie zuletzt Anfang November.

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Der Schweizer Franken fiel am Dienstag zum Euro auf den tiefsten Stand seit drei Monaten

Der Schweizer Franken fiel am Dienstag zum Euro auf den tiefsten Stand seit drei Monaten

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Die Gemeinschaftswährung kostete bis zu 1,1444 Franken und war damit so teuer wie zuletzt Anfang November.

Die Gemeinschaftswährung kostete bis zu 1,1444 Franken und war damit so teuer wie zuletzt Anfang November.

Keystone/Christian Beutler
Deutsche-Bank-Währungsstratege Robin Winkler sieht den Grund dafür in strategischen Umschichtungen von Hedgefonds angesichts der zurückhaltenden Äusserungen der US-Notenbank zu künftigen Zinserhöhungen.

Deutsche-Bank-Währungsstratege Robin Winkler sieht den Grund dafür in strategischen Umschichtungen von Hedgefonds angesichts der zurückhaltenden Äusserungen der US-Notenbank zu künftigen Zinserhöhungen.

epa/Ronald Wittek

Der Schweizer Franken ist am Dienstag zum Euro auf den tiefsten Stand seit zwölf Wochen gefallen. Die Gemeinschaftswährung kostete bis zu 1,1444 Franken und war damit so teuer wie zuletzt Anfang November. Bereits in den vergangenen Tagen hatte der Franken an Boden verloren.

Deutsche-Bank-Währungsstratege Robin Winkler sieht den Grund dafür in strategischen Umschichtungen von Hedgefonds angesichts der zurückhaltenden Äusserungen der US-Notenbank zu künftigen Zinserhöhungen.

Trend könnte sich rasch umkehren

«Sie leihen sich möglichst billig Geld und legen das Geld in hochverzinsten Währungen an wie etwa der türkischen Lira, dem russischen Rubel oder in Lateinamerika. Viele dieser Deals werden in Franken und Yen finanziert. Hedgefonds leihen sich also Franken, um in hochverzinsten Währungen zu investieren. Das führt dazu, dass Franken verkauft werden», erläuterte Winkler. Dieser Trend könne sich jedoch auch rasch umkehren und das Geld wieder zurück in die Schweiz fliessen.

Längerfristig geht die Deutsche Bank von einem weiterhin starken Franken aus, wie aus einer Studie des Geldhauses hervorgeht. Denn viele Schweizer Investoren – darunter auch grosse Pensionsversicherungen – behielten ihr Geld lieber in der Schweiz und investierten nicht im Ausland.

Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, heisst es in der Studie. «Unternehmen scheuen weiterhin eher davor zurück, Liquidität in Fremdwährungen zu halten.» Der Hauptgrund für die Stärke des Frankens liegt demnach nicht in seiner Funktion als «sicherer Hafen» für Spekulanten. (sda)

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