Frankfurt: Vandalen legten S-Bahn lahm
Aktualisiert

Frankfurt: Vandalen legten S-Bahn lahm

Sabotage hat heute Dienstag den S-Bahn-Verkehr in und nach Frankfurt am Main erheblich beeinträchtigt. Vier armdicke Kupferkabel wurden in einem Gebäude durchtrennt, welches für die Stellwerktechnik in einem Abschnitt verantwortlich war.

Wie Deutsche Bahn und die zuständige Bundespolizeidirektion mitteilten, waren Unbekannte in der Nacht in ein Bahnstellwerk im ehemaligen Hauptgüterbahnhof eingebrochen und richteten in einem Akt von Vandalismus mutwillige Zerstörungen an.

Dadurch wurde auf einem wichtigen Streckenabschnitt für Stunden die gesamte Stellwerktechnik lahm gelegt, so dass Bahnen ausfielen, S-Bahnhöfe nicht angefahren werden konnten und es massive Verspätungen im morgendlichen Berufsverkehr gab. Den Polizeiangaben zufolge brachen die Täter eine Tür des Technikgebäudes auf und durchtrennten gewaltsam vier zum Teil armdicke Kupferkabel mit Verbindung zu verschiedenen technischen Einrichtungen des S-Bahn-Betriebs. Die Ermittlungen führten zunächst nicht zu greifbaren Ergebnissen. Unklar blieb auch, ob es sich um einen gezielten Sabotageakt gegen den Bahnverkehr oder blindwütigen Vandalismus handelte.

Wegen des Ausfalls konnten mehrere S- und Regionalbahnen zwei Bahnhöfe in Frankfurt nicht anfahren, fielen Verstärkungszüge aus, und die verbliebenen S-Bahnen aus dem Norden waren entsprechend überfüllt, wie Bahnsprecher Torsten Sälinger auf Anfrage mitteilte. Die Gesamtverspätung der 268 betroffenen S-Bahn-Züge summierte sich laut Bundespolizei auf 2.265 Minuten. 20 weitere S-Bahnen mussten komplett, 36 weitere in Teilbereichen ausfallen.

Erst am Mittag begann sich der S-Bahnverkehr langsam wieder zu normalisieren. Die Reparatur- und Überprüfungsarbeiten dürften nach Bahnangaben aber noch mindestens zwei Tage dauern. Das kann auch weitere Auswirkungen auf den Güterverkehr haben, die Sicherheit gehe vor, betonte der Bahnsprecher. (dapd)

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