Bundesliga: Frankfurt verliert, Favres Gladbach mit Rekord
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BundesligaFrankfurt verliert, Favres Gladbach mit Rekord

Tranquillo Barnetta und Pirmin Schwegler kassieren in der 14. Runde mit Frankfurt eine 0:2-Niederlage in Hannover. Lucien Favre siegt mit Gladbach gegen Freiburg 1:0.

Die maximale Ausbeute aus den ersten sieben Heimspielen einer Saison hatte Mönchengladbach in den 1970er-Jahren nicht zu den glorreichen Zeiten unter Hennes Weisweiler und auch nicht unter Udo Lattek geschafft. «Es ist gerade für mich als junger Spieler schön, so etwas zu erleben», staunte der 22-jährige Offensivakteur Patrick Herrmann im TV-Sender «Sky» und sah noch kein Ende der Serie. «Wir haben das Zeug, hier jeden zu schlagen.» Favres Team realisierte diese Bestmarke nun durch einen Erfolg, der härter erkämpft war als erwartet.

Die Taktik des Einigelns von Europa-League-Teilnehmer Freiburg am eigenen Strafraum ging auf - bis zur 63. Minute. Raffael, schon in Zürich und später in Berlin eine Stammkraft von Favre, schloss die schönste Kombination der Partie mit seinem siebten Saisontreffer ab. «Sie spielen geduldig, und es ist schwer, gegen sie Tore zu schiessen», sagte Favre. «Mit diesem 1:0 können wir zufrieden sein.» Durch den fünften Sieg hintereinander festigte Mönchengladbach die Position als Nummer 4 der Bundesliga. Borussia Dortmund liegt in Reichweite, die Marge auf Schalke beträgt vier Punkte.

Frankfurts freier Fall

Eintracht Frankfurt mit Captain Pirmin Schwegler und Tranquillo Barnetta blickt schwierigen Zeiten entgegen. Mit dem 0:2 in Hannover verlängerte sich die Serie ohne Bundesliga-Sieg auf neun Partien. In der Rangliste sind nur noch das punktgleiche Freiburg sowie Nürnberg und Aufsteiger Braunschweig schlechter klassiert. Von der Form der Europa League, wo es am letzten Donnerstag in Bordeaux mit dem Support von 12'000 (!) eigenen Fans die Sechzehntelfinal-Qualifikation sichergestellt hat, ist das Team von Armin Veh weit entfernt. «Wir haben es momentan ganz, ganz schwer», sagte Schwegler zur ungemütlichen Lage.

In Hannover hatten die Frankfurter allerdings auch etwas Pech. Beim Stand von 0:1 ging Schwegler im gegnerischen Strafraum zu Boden, der Penaltypfiff blieb aber aus. «Er hat sich mit Sicherheit nicht absichtlich fallen lassen», wetterte Trainer Veh, der wegen allzu lauten Reklamationen auf die Tribüne geschickt wurde. Im Gegenzug bekam Hannover einen Freistoss zugesprochen, den Szabolcs Huszti auf wunderbare Weise zum 2:0 verwertete.

Hannover - Eintracht Frankfurt 2:0 (1:0)

- 40'700 Zuschauer.

Tore: 25. Diouf 1:0. 68. Huszti 2:0.

Bemerkungen: Hannover ohne Nikci (nicht im Aufgebot), Frankfurt mit Schwegler und Barnetta (verwarnt). 57. Gelb-rote Karte gegen Lanig (Frankfurt/Foul).

Mönchengladbach - Freiburg 1:0 (0:0)

- 50'084 Zuschauer.

Tor: 63. Raffael 1:0.

Bemerkungen: Mönchengladbach mit Xhaka, Freiburg mit Mehmedi, ohne Fernandes (Ersatz). (si)

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