Gratis-Bücherversand: Frankreich beschliesst «Anti-Amazon-Gesetz»
Aktualisiert

Gratis-BücherversandFrankreich beschliesst «Anti-Amazon-Gesetz»

In Frankreich dürfen Versandhändler reduzierte Bücher nicht mehr gratis verschicken. Damit sollen Wettbewerbsverzerrungen ausgeglichen werden. Für Amazon ist dies «diskriminierend?».

Versandhändlern ist es in Frankreich neuerdings verboten, preislich herabgesetzte Bücher gratis zu verschicken. Das entsprechende Gesetz zum Schutz der Buchpreisbindung wird «Anti-Amazon-Gesetz» genannt.

Versandhändlern ist es in Frankreich neuerdings verboten, preislich herabgesetzte Bücher gratis zu verschicken. Das entsprechende Gesetz zum Schutz der Buchpreisbindung wird «Anti-Amazon-Gesetz» genannt.

In Frankreich werden Buchläden künftig besser gegen die Konkurrenz von Online-Versandhändlern wie Amazon geschützt: Das Parlament hat am Donnerstag ein Gesetz verabschiedet, das es Versandhändlern untersagt, heruntergesetzte Bücher gratis zu verschicken.

Die sozialistische Regierung in Paris hatte insbesondere Amazon Dumping vorgeworfen, weil der Online-Händler die zulässigen Rabatte von 5 Prozent auf die durch die Buchpreisbindung festgelegten Preise mit einem kostenlosen Versand kombiniert.

Traditionelle Buchläden sehen das als unlauteren Wettbewerb an. Zudem hatte die Regierung bemängelt, dass der US-Konzern kaum Steuern in Frankreich zahlt, weil er in Luxemburg einen Sitz hat.

Den Gesetzestext, der als «Anti-Amazon-Gesetz» bekannt ist, hatte die konservative Opposition eingebracht. Er wurde nun einstimmig im Senat angenommen. Amazon hatte das Gesetz als «diskriminierend» und schädlich für die Kaufkraft der Franzosen kritisiert. (sda)

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