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Frankreich enteignet «Cannonball Run»-Teilnehmer

Die Teilnehmer des illegalen «Cannonball Run» rasen mit stark übersetzter Geschwindigkeit unbehelligt durch halb Europa. Bussen zahlen sie lässig aus der Portokasse. In Frankreich kommen sie nicht dazu: Zweien Teilnehmern wurde das Auto weggenommen und veräussert.

Reiche Briten bilden das Teilnehmerfeld des illegalen «Cannonball Run». Sie rasen mit strassentauglichen Rennboliden von England hinunter nach Italien und wieder hinauf nach Belgien, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Jeweils zwei Personen bilden die Besatzung der Wagen. Wird ein Bolide in der Schweiz von der Polizei angehalten und gebüsst, dann wird schnell bezahlt und der Beifahrer übernimmt das Steuer - um mit genauso übersetzter Geschwindigkeit weiter zu bolzen.

Über 100 Stundenkilometer zu schnell

In Frankreich mussten die Teilnehmer der diesjährigen Ausgabe des Cannonball Runs grosse Augen gemacht haben, als ihnen die Polizei beschied: Es gibt keine Busse, das Auto geht in Staatsbesitz über. Einer der beiden enteigneten Hobbyrennfahrer war mit Tempo 244 statt 130 unterwegs, der andere mit 190 wo 130 erlaubt waren.

Die beschlagnahmten Fahrzeuge, ein Ferrari 360 und ein Porsche 993 wurden für je 200'000 Franken verkauft, der Erlös fliesst in die Staatskasse.

Beim diesjährigen «Cannonball Run» haben es bis auf vier Teilnehmer alle ins Ziel geschafft.

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